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Der Labrador Retriever

Der Labrador Retriever

Hunderassen
Date 21.06.2018

Den Ursprung einer der weltweit beliebtesten Hunderassen vermutet man in der kanadischen Provinz Neufundland und Labrador. An den Küsten nutzten Fischer im 19. Jahrhundert die Fähigkeiten der sogenannten St. John's Water Dogs, die als Stammväter heutiger Retriever und Neufundländer gelten. Zu den damaligen Aufgaben der Arbeitshunde gehörten das Einholen der Netze sowie das Apportieren entwichener Fische, ohne diese zu beschädigen und ihren Wert zu mindern. Soweit erste historische Hinweise auf die rassetypische Weichmäuligkeit und den Zweitnamen des Labradors: „to retrieve“ bedeutet aus dem Englischen übersetzt „etwas zurückbringen“. Das Wesen und die Arbeitsweise der ursprünglichen Water Dogs, von denen z. B. der um 1885 geborene Rüde Avon einer der bekanntesten Vertreter war, zeigt weitere Parallelen zum heutigen Labrador Retriever. Bellende oder unruhige Hunde konnten die Fischer nicht gebrauchen, die „Steadyness“ (Standruhe) gehörte schon damals zu den wichtigsten Eigenschaften der geduldigen Jagdhunde. In deren Aufgabenbereich gehörte bald auch das Apportieren geschossener Enten, Fasanen oder Kaninchen, wodurch es bald zu einem Export der Vierbeiner nach England kam. Die jagd- und hundebegeisterten Briten widmeten sich der gezielten Zucht von Retrievern. Einen großen Anteil an der Entwicklung der Rasse hatte u. a. der Earl von Malmesbury, der Arbeitsprüfungen für die Hunde einführte. Ein Rüde namens Malmesbury Tramp gilt als weiterer Urvater des Labradors.

Labrador Retriever  – gezüchtet um zu gefallen

Ursprünglich waren alle Labrador Retriever schwarz. Der erste gelbe Rassevertreter, der nicht als Fehlfarbe betrachtet wurde, war gegen 1899 Ben of Hyde aus der Zucht des Major Charles Radclyffe. Am 7. Juli 1903 erkannte der englische Kennel Club den Labrador Retriever als eigenständige Hunderasse an. In Deutschland dokumentierte der VDH 1966 den ersten Labradorwurf. Kurz zuvor wurde auch die braune (chocolate) Fellfarbe züchterisch genehmigt, und es entwickelten sich zwei allgemeine Labrador-Typen: die kompakte Showlinie und die leichtere Arbeitslinie, deren Hunde sich auch im Wesen unterscheiden. Sowohl charakterlich als auch optisch besitzt der „Labbi“ viele Fans – von der sportlichen Familie bis zum passionierten Jäger. Für letzteren gehören bis heute das Apportieren von Feder- und Haarwild sowie die Schweißarbeit (Nachsuche) zu den Aufgaben der arbeitsfreudigen Hunde. An Land hilft dem Labrador seine hervorragende Nase und im Wasser seine kräftige „Otterrute“ sowie ein wetterbeständiges Fell mit dichter Unterwolle. Grundsätzlich erweisen sich die mittelgroßen und kräftigen Hunde als leicht lenkbare und lernfreudige Gefährten. Der Labrador Retriever verhält sich Menschen und seiner Umwelt gegenüber freundlich, aufgeschlossen und neugierig. Sein „will to please“ (Wille zu gefallen) ist legendär, doch um das ausgeglichene Gemüt zu bewahren, sollte ein Labrador unbedingt seiner Veranlagung entsprechend geistig und körperlich ausgelastet werden, z. B. durch Apportiertraining mit Dummys. Aufgrund ihrer menschenfreundlichen und hilfsbereiten Art sind die Vierbeiner häufig auch als Assistenz-, Therapie- oder Rettungshunde im Einsatz.

Ein Vierbeiner, den man nicht unterschätzen sollte

Auch wenn der Labrador Retriever grundsätzlich eher pflegeleicht ist, sollte er regelmäßig gebürstet und von loser Unterwolle befreit werden. Wie bei anderen größeren Rassen ist besonders auf ein ausgewogenes Wachstum zu achten, um spätere Gelenkerkrankungen zu vermeiden. Sowohl Ellenbogen- als auch Hüftgelenksdysplasie können beim Labrador vorkommen. Zuchthunde der dem VDH angeschlossenen Vereine unterliegen u. a. diesbezüglich einer strengen Kontrolle. Der Labrador ist darüber hinaus bekannt für seinen großen Appetit, sodass auch auf die Einhaltung eines gesunden Körpergewichts geachtet werden muss. Insgesamt haben die robusten Briten eine für mittelgroße Hunde überdurchschnittlich hohe Lebenserwartung – laut einer schwedischen Studie werden rund 75 % aller Labradore älter als 10 Jahre. So dürfen sich Liebhaber dieser Hunde über einen treuen Begleiter freuen, der den Alltag durch sein charmantes Wesen bereichert. Wie sagt man so schön: „Einmal Labbi, immer Labbi!“

Rassemerkmale

FCI-Klassifikation: 122, Ursprungsland Großbritannien, Verwendung Apportierhund, Gruppe 8 Apportierhunde, Stöberhunde, Wasserhunde, Sektion 1 Apportierhunde
Mit Arbeitsprüfung
Widerristhöhe: Rüden 56-57 cm, Hündinnen 54-56 cm
Gewicht: ca. 25-35 kg


 

INTERVIEW – Karina Frychel

Menschenfreundlich & arbeitsfreudig

Familie Frychel betreibt an den Südhängen des Taunus seit fast zehn Jahren mit Leidenschaft und
Erfolg ihren Labrador Kennel Picturesque Garden. Wie eine retrievergerechte Haltung den berühmten
„will to please“ fördert, erklärt die engagierte Züchterin Karina Frychel im Interview.

Wie sind Sie auf den Labrador gekommen?
Karina Frychel: Unsere jüngste Tochter wünschte sich einen Hund und ließ nicht locker, bis wir anfingen uns über diverse Rassen zu informieren und schließlich beim Labrador Retriever landeten. Was diese Hunde für uns besonders macht, sind u. a. ihr freundliches Wesen und ihre Ausgeglichenheit. Dass wir die richtige Wahl getroffen hatten, stellte sich auch bei einem Kurs im DRC (Deutscher Retriever Club) heraus. Mit unterschiedlichen Übungen zum Grundgehorsam sowie Dummy-Trainingseinheiten verzauberte mich die Arbeitsfreude und leichte Lenkbarkeit des Labradors.

Welche Hunde gehören aktuell zum Picturesque Garden?
Aisha, unsere erste Zuchthündin, kam 2006 als das schönste Weihnachtsgeschenk zu uns. Sie stammt aus dem A-Wurf des Kennels Lab Top vom Wingertsberg. Aisha hatte zwei Würfe, ist absolut sanft und gutmütig und hat einen großen „will to please“, wenn es z. B. ums Apportieren geht. Unsere 6-jährige Cassy stammt aus Aishas zweitem Wurf. Sie ist im Gegensatz zu ihrer Mutter eine sehr temperamentvolle Hündin. Bei jagdlichen Aufgaben zeigt sie ihre Intelligenz und ihren Arbeitswillen gepaart mit großer Wasserfreude. Unseren Kennel haben wir 2009 angemeldet und bisher drei Würfe aufgezogen. Mit Aisha haben wir ausschließlich die Showlinie gezüchtet. Im Rahmen der unterschiedlichen Beschäftigungsmöglichkeiten mit dem Labrador sind wir auf das jagdliche Training aufmerksam geworden. Mich fasziniert die schnelle Auffassungsgabe, die ein Retriever beim Suchen und Apportieren von Wild zeigt, sowie die unermüdliche Ausdauer bei der Schleppensuche. Mit Cassy habe ich im jagdlichen Bereich gearbeitet und u. a. die Bringleisteprüfung absolviert. Dies war die Voraussetzung dafür, dass wir mit ihr einen Wurf auf Leistungsebene planen durften.

Worauf gilt es bei der Anschaffung eines Labradors zu achten?
Man sollte sich informieren, ob der Züchter einem eingetragenen Verein, wie z. B. dem Labrador-Club oder dem Deutschen Retriever Club angehört. Nur dann hat man die Gewissheit, dass Welpen nach strengen Auflagen gezüchtet werden und nicht von unseriösen Händlern stammen. Der Labrador ist für Menschen bzw. Familien geeignet, die bereit sind ihm eine konsequente und liebevolle Erziehung zu gewährleisten. Wenn die Halter genügend Zeit haben, den Vierbeiner retrievergerecht zu fördern, wird der Hund sich zu einem hingebungsvollen Begleiter entwickeln.

Beim jagdlichen Training zeichnet den Labrador u. a. seine Weichmäuligkeit beim Aufnehmen und Tragen des Wildes aus. Retriever wurden ursprünglich als Wasser- und Apportierhunde für Flugwild gezüchtet. Typische Merkmale sind außerdem das „Marking“ (Merken) und Einweisen. Ein gut ausgebildeter Labrador kann sich mehrere Fallstellen merken und wird durchs Einweisen per Handzeichen zu nicht sichtbaren Stücken geschickt. Die Arbeitsfreude überträgt sich auch auf den Halter und trägt zu einer engen Bindung des Hund-Mensch-Teams bei.

Was muss bei dieser Hunderasse gesundheitlich berücksichtigt werden?
Besonders im ersten Lebensjahr gibt es Einiges zu beachten: Der Labrador darf während des Wachstums nur in Maßen bewegt werden, d.h. keine langen Spaziergänge, keine Sprünge, keine Rangeleien mit großen Hunden. Viele Besitzer lassen ihre Schützlinge zu früh aus dem Auto springen oder Treppen laufen. Dies kann zu irreparablen Schäden am Skelettapparat führen. Auch bei der Fütterung sollte streng darauf geachtet werden, dass eine angepasste Welpennahrung über die gesamte Wachstumsphase gegeben wird. Stellt man zu früh auf Erwachsenenfutter um, kann dies zu Wachstumsstörungen und späteren Gelenkerkrankungen führen.

Wie ernähren Sie Ihre ausgewachsenen Hunde?
Unsere beiden Hundedamen werden geBARFt. Besonders Pansen und Blättermagen lieben sie sehr. Ein bis zweimal pro Woche dürfen sie an einem Fleischknochen knabbern und dabei ihre Zähne reinigen. Wenn es sonntags zum Fleisch noch Eidotter gibt, warten sie schon ungeduldig, bis sie an den Napf dürfen. Unsere Hundebabies bekommen ab der 4. Woche eingeweichtes Welpentrockenfutter und ab der 6. Lebenswoche regelmäßig fein gewolftes Hühnerfleisch – das lieben alle Hundebabies. In den letzten Aufzuchtwochen dürfen die Kleinen noch einen großen Fleischknochen abnagen. Das ist immer sehr spannend, denn dabei sind alle Welpen gemeinsam mindestens eine Stunde lang glücklich beschäftigt. Auf diese Weise legen wir den BARF-Grundstein, falls sich die neuen Hundebesitzer ebenfalls für diese Ernährungsform entscheiden.

WEITERE INFOS
www.picturesque-garden.de

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