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Der Australian Cattle Dog

Der Australian Cattle Dog

Hunderassen
Date 05.01.2018

Die Weite der Anfang des 19. Jahrhunderts neu besiedelten, australischen Landstriche erforderte es, dass Vieh über Hunderte Kilometer zu anderen Weidegründen getrieben werden musste. Dies war eine gefährliche und zeitintensive Angelegenheit. Daher begann der Großgrundbesitzer und Rinderzüchter Thomas Simpson Hall (1808-1870) zu Beginn der 1830er Jahre mit der Zucht geeigneter Treibhunde. Wie viele Siedler war auch er ein Bewunderer der unabhängigen Dingos (Australische Wildhunde). Aus Großbritannien importierte Hall blau getupfte Drover Dogs (Arbeitshunde von Viehtreibern), die er mit den Nachkommen gezähmter Dingos kreuzte – hieraus entstanden bis 1840 so genannte Hall's Heelers. Die von ihm gezogenen Hunde waren für die Arbeit so gut geeignet, dass es bis zu Thomas Halls Tod 1870 keinen Anlass für weitere Veränderungen gab.

1865 wurde in einem Bericht der Hundeausstellung in Melbourne dokumentiert, dass Treibhunde „die wertvollsten Tiere Australiens“ seien. Eine offizielle Rassebeschreibung existierte nicht, denn der Cattle Dog wurde ausschließlich über seine Arbeitsleistung definiert. Journalist Robert Kaleski (1877-1961) war es, der sich ab 1880 um die Reinzucht der Blue und Red Speckle Cattle Dogs bemühte. Dies waren die ursprünglichen Bezeichnungen für die heutigen Australian Cattle Dogs. Neben den aus Großbritannien importierten Treibhunden Thomas Halls, sowie den beteiligten Dingos, gilt die Einkreuzung von Australian Kelpies als sicher. 1903 veröffentlichte Robert Kaleski in der „Agricultural Gazette of New South Wales“ den ersten Standard für den Australian Cattle Dog, in dem er sein Erscheinungsbild als das eines kleinen, untersetzten blauen Dingos beschreibt. Bereits um die Jahrhundertwende waren Cattle Dogs wegen ihres außergewöhnlichen Aussehens beliebt, was die Aufspaltung der Rasse in Ausstellungs- und Arbeitslinien beeinflusste.

Harter Hund und engagiertes Familienmitglied

Australian Cattle Dogs kommen fast weiß zur Welt und entwickeln ihre eigentliche Farbe erst im Laufe einiger Wochen. Einen Hinweis auf die zu erwartende Färbung des mittellangen Fells liefert die Tönung der Haut an den Pfoten: Blaue oder schwarze Ballen deuten auf blaue Hunde hin, rote oder braune auf rote. Hauptsächlich gibt es Australische Cattle Dogs in den Farben Rot gesprenkelt (red speckled) sowie Blau gesprenkelt (blue speckled) und Blau getupft (blue mottled). Der Australier ist ein kompakter Hund mit einem breiten, muskulösen Kopf und spitz zulaufendem Fang. Die dreieckigen Ohren sollen aufrecht stehen und der Blick aus braunen Augen wach und aufmerksam sein. Hals-, Schulter- und Brustpartie sind kräftig, der kompakte Rücken führt zu einer ebenfalls muskulösen Hinterhand, die in einer geraden Rute endet. Die Beschreibung im FCIStandard macht deutlich: „Das allgemeine Erscheinungsbild stellt einen kräftigen, kompakten und symmetrisch gebauten Gebrauchshund dar, der die Fähigkeit und den Willen hat, die ihm zugewiesene Aufgabe zu erfüllen, wie beschwerlich sie auch sei. Jedes Anzeichen von Schwerfälligkeit oder Schwächlichkeit ist ein Fehler.“

Der Australian Cattle Dog ist entsprechend der Beschreibung ein harter, ausdauernder und intelligenter Arbeitshund, dessen ursprüngliche Verwendung das Treiben von Rindern war. Hierbei ist es unerwünscht, das Vieh von vorne bellend anzugehen. Dies war u. a. der Grund für die Einkreuzung von Dingos, die nur sehr selten bellen.Gute Silent Heeler nähern sich dem Vieh lautlos und fassen seitlich das hintere Bein des Rindes, auf dem das Gewicht ruht. Unmittelbar nach dem Zufassen legen sich die Hunde flach auf den Boden, um einem möglichen Tritt zu entgehen. Bis heute stellen Australian Cattle Dogs ihre Fähigkeiten unter Beweis und sind auch als verlässliche Hütehunde bei der Schafhaltung tätig. Als Familienmitglied ist der Cattle Dog anspruchsvoll und sollte über die täglichen Spaziergänge hinaus beschäftigt werden, zum Beispiel durch Agility, Obedience oder als Reitbegleithund. Fremden gegenüber ist der Australier manchmal wachsam. Rüden können außerdem sehr rangbewusst sein. Unsichere oder inkonsequente Menschen sollten keinen Cattle Dog halten.

Eine außergewöhnliche Pflege benötigen Cattle Dogs nicht. Leider sind die allgemein robusten Hunde teilweise von Erbkrankheiten belastet. Die generalisierte Progressive Retinaatrophie (gPRA) ist ein unheilbar fortschreitendes Absterben der Netzhaut, mit der Folge einer Erblindung des betroffenen Auges. Im Rahmen einer Auswertung von Diagnosen der Jahre 1965 bis 1995 wurde festgestellt, dass Australian Cattle Dogs ein gegenüber dem Durchschnitt aller Hunde um fast das 13-fache erhöhtes Risiko der Erkrankung an Progressiver Retinaatrophie hatten. Durch den Einsatz von Gentests bei der Hundezucht können die Anlagen für solche Erkrankungen weitgehend aus den Zuchtlinien entfernt werden. Auch erbliche Taubheit kommt beim Australian Cattle Dog vor. Es gilt als sicher, dass die Erkrankung mit der genetischen Codierung der weißen Farbe und mit unterschiedlichen Farbmustern zusammenhängt. Durch verantwortungsvolle und sorgfältige Zucht können Erbkrankheiten über mehrere Cattle Dog Generationen mit großer Sicherheit ausgegrenzt werden, sodass sich zukünftige Besitzer über körperlich und optisch herausragende Begleiter freuen dürfen!

Rassemerkmale

FCI-Klassifikation: 287, Ursprungsland Australien, Gruppe 1 Hütehunde und Treibhunde, Sektion 2 Treibhunde
Ohne Arbeitsprüfung
Widerristhöhe: Rüden 46-51 cm, Hündinnen 43-48 cm
Gewicht: ca. 16-25 kg


 

INTERVIEW – Beate Anthes

Kunterbunte Hütehelden

Anfangs hielten die Rheinländer Beate und Roger Anthes die Australian Cattle Dogs noch
für Mischlinge – inzwischen züchten sie seit zehn Jahren unter dem Zwingernamen
„From the elmiramaplesugar´s“, und vertrauen für die Gesundheit Ihrer Vierbeiner auf die
artgerechte BARF-Ernährung.

Seit wann gehören Hunde zu Ihrem Leben?
Beate Anthes: Mein Mann und ich wuchsen beide mit unterschiedlichen Hunden auf. Mein erster eigener Vierbeiner war die Irish Setter Hündin Pier. Sie hatte einen Wurf von sieben Welpen und wurde 16 Jahre alt. Nach dem Verlust von Pier zog Dobermann-Schäferhund-Mix Rocky ein. Er absolvierte die Vielseitigkeitsprüfung für Gebrauchshunde 1 und die Fährtenhundeprüfung, bevor er leider viel zu früh an einem Milztumor starb. Danach wollten wir eigentlich keinen Hund mehr – der Schmerz über den Verlust eines geliebten Vierbeiners sitzt einfach zu tief. Durch unsere damalige Reiterszene trafen wir jedoch auf einen kurios aussehenden Hund. „So ein hübscher Mischling“, dachten wir. Die empörte Aufklärung des Besitzers ergab, dass es sich um einen Rassehund handelte. Einen waschechten Australian Cattle Dog!

Was macht diese Rasse – außer ihrer auffälligen Optik – für Sie besonders?
Ich liebe ihre Anhänglichkeit und ihre Loyalität. Cattle Dogs sind sehr intelligent und lernen schnell – manchmal auch Blödsinn.

Welche Hunde gehören aktuell zu Ihnen?
Unsere Älteste ist Stammhündin Haida, sie ist 13 ½ Jahre alt. Mit Haida haben wir uns einen Traum in Rot erfüllt. Sie ist eine offene, verschmuste und freundliche Hündin. Amy ist zehn Jahre alt und eine Tochter von Haida.Wir haben sie aus unserem ersten Wurf behalten. Sie ist ein freches Hundekind, sehr clever, anhänglich, wachsam und territorial. Fly ist sechs Jahre alt und wurde aus Italien importiert. Sie ist eine treue Seele. Die Jüngste im Bunde ist unsere viereinhalb Jahre alte Elmira. Eine Tochter von Fly und Enkelin von Haida. Sie hat viel Persönlichkeit, ist clever und eine Schmusebacke.

Seit wann züchten Sie Cattle Dogs?
Unser erster Wurf kam 2007 zur Welt. Besonders wichtig sind uns bei der Zucht die Gesundheit und das Wesen der Elterntiere sowie ihrer Nachkommen. Unser nächster Wurf ist für Frühjahr/Sommer 2018 geplant.

Gibt es gesundheitliche Besonderheiten?
Obwohl er auf den ersten Blick nicht so aussieht, ist der Australian Cattle Dog genetisch ein weißer, bzw. fast weißer Hund und deshalb auch von der vererbten, sensorineuralen Taubheit betroffen. Die Augenerkrankung gPRA kommt bei dieser Rasse ebenfalls vor. Hierfür gibt es einen Gentest. Bei korrekter Verpaarung getesteter Hunde muss nie wieder ein Vierbeiner auf die Welt kommen, der an gPRA erkrankt! Auch DISH gibt es beim Cattle Dog. Eine DISH (diffuse idiopathische Skelett-Hyperostose) ist ein nicht entzündlicher Prozess, auch bekannt als Bambuswirbelsäule oder Zuckergusswirbelsäule. Zuchthunde sollten vor einer Verpaarung DISH-frei geröntgt sein.

Was ist bei der Erziehung zu berücksichtigen?
Die ersten Jahre können anstrengend sein – besonders in der Pubertät. Der Australian Cattle Dog ist ein rangbewusster Hund. Es ist wichtig, konsequent zu sein und den Kleinen schon in der Welpenzeit Ruhe beizubringen. Viele glauben, man müsse diese Hunde ständig beschäftigen, dem ist aber nicht so. Auslastung ist wichtig, aber in Maßen. Den Cattle mit Suchspielen und Denkaufgaben zu beschäftigen ist besser, als ständiges Ballspielen. Diese Hunde sind auf Knopfdruck da, und schnell erzieht man sich einen Junkie!

Wie sind Sie auf die BARF-Ernährung für Ihre Hunde gekommen?
Durch eine liebe Besitzerin eines unserer Cattle Dogs, die auch Ernährungsberaterin und Physiotherapeutin für Hunde ist. Auch unsere Welpen werden bereits an Rohfleisch gewöhnt. Die ausgewachsenen Hunde mögen eigentlich jede Fleischsorte – von Huhn bis Lamm. Und sie lieben die TACKENBERG-Menüs!

WEITERE INFOS
www.elmiramaplesugars.de

 

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