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Unterwegs mit Fahrrad & vier Pfoten

Unterwegs mit Fahrrad & vier Pfoten

Erziehung & Haltung
Date 26.04.2018

Voraussetzungen

Bevor Sie mit Hundebegleitung in die Pedale treten, wägen Se genau ab, ob Ihr Vierbeiner eher ein sportlicher „Mitläufer“ oder ein gemütlicher „Beifahrer“ ist. Dies hängt u. a. vom Alter des Tieres ab. Je nach ausgewachsener Hundegröße sollten gemeinsame Fahrradtouren erst unternommen werden, wenn der Vierbeiner mindestens 12 bis 18 Monate alt ist, und seine Knochen und Gelenke vollständig entwickelt sind. Vorher können Sie Ihren jungen Begleiter natürlich schon spielerisch mit dem Drahtesel vertraut machen. Auch auf ältere Hunde muss besondere Rücksicht genommen werden. Die Länge der Touren sowie die Geschwindigkeit sollten Sie individuell anpassen, und Ihren Vierbeiner unterwegs genau beobachten. Einige Rassen können generell nicht so gut am Fahrrad mithalten, wie z. B. sehr kleine, plattnasige Hunde. Diese traben gern ein Stück nebenher, und steigen dann in einen entsprechenden Anhänger. Auf diese Weise können auch Vierbeiner mit gesundheitlichen Handicaps (u. a. Arthrose) an den Fahrten teilnehmen.

Training

Nachdem Sie die körperlichen Voraussetzungen Ihres Hundes geprüft und für fahrradtauglich befunden haben, geht es ans Training. Zuerst sollten Sie Ihren vierbeinigen Begleiter in Ruhe mit dem Rad im stehenden, geschobenen und fahrenden Zustand vertraut machen. Achten Sie darauf, dass keine Nase oder Rute zwischen die Speichen, bzw. Pfoten unter die Räder kommen! Hilfreich ist es, wenn Ihr Vierbeiner die Grundkommandos „Fuß“, „Bleib“ und vielleicht sogar einen Seitenwechsel beherrscht. Lassen Sie es langsam angehen, indem Sie das Fahrrad schieben, während Ihr Hund an der lockeren Leine neben Ihnen läuft. Klappt das gut, steigen Sie aufs Rad, fahren in Schrittgeschwindigkeit, und motivieren Ihren Hund auf Höhe der Pedale nebenher zu laufen. Wickeln Sie die Leine niemals um den Lenker, und lassen Sie sie lieber los, anstatt einen Sturz zu riskieren! Überfordern Sie Ihren Hund nicht, sondern steigern Sie das Tempo und die Strecke nach und nach. Das Radfahren fällt Ihnen zwar leicht, ist auf Dauer aber anstrengend für Ihren Vierbeiner, der weiter unten weniger Fahrtwind und evtl. mehr Abgase abbekommt. Außerdem kann Ihr Hund seine eigene Fitness nicht einschätzen, was Muskelkater oder Kreislaufprobleme verursachen kann. Berücksichtigen Sie Erschöpfungsanzeichen (z. B. starkes Hecheln), indem Sie eine Pause einlegen oder langsam den Rückweg einschlagen. Erst wenn das Zusammenspiel am Rad reibungslos funktioniert, dürfen Sie sich mit Ihrem Hund von einsamen Feldwegen in die Stadt bewegen. Lassen Sie Ihren Vierbeiner dabei immer auf der vom Verkehr abgewandten Seite laufen! Besondere Vorsicht gilt auch bei Begegnungen mit anderen Hunden. Fahren Sie vorausschauend und steigen Sie lieber rechtzeitig vom Rad, um die Situation kontrollieren zu können.

Ausrüstung

Damit der gemeinsame Fahrrad-Ausflug angenehm für Mensch und Hund wird, muss auch die Ausrüstung stimmen. Dazu gehört ein verkehrstüchtiges Rad, und ggf. ein Helm für Sie. Ihr Hund benötigt ein gut sitzendes Geschirr mit entsprechender Führleine (keine Rollleine). Wenn Sie während der Fahrt beide Hände frei haben möchten, empfiehlt sich als Leinenhalter ein sogenannter Springer, der am Rad befestigt mit einer Feder möglichen Zug ausgleicht, und den Hund im sicheren Abstand hält. Für die erweiterte Zugsport-Variante, das Bike- oder Scooterjöring, gibt es ebenfalls spezielle Geschirre und Fahrzeuge. Zur jeder Grundausstattung für längere Touren gehören außerdem ein faltbarer Napf und Trinkwasser – so steht dem munteren Ausflug nichts im Wege!


 

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