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Lauscher auf – Ohrenerkrankungen bei Hunden

Zwei Sinnesorgane mit großen Aufgaben: Die Ohren eines Hundes sind viel mehr als ein reines Hörorgan. Sie sind Stimmungsbarometer, Kommunikationsmittel und sorgen für das richtige Gleichgewicht.

Das Hundeohr setzt sich aus einem äußeren Anteil „Auris externa“, dem Mittelohr „Auris media“ und dem inneren Ohr „Auris interna“ zusammen. Das Ohr besteht außen aus der Ohrmuschel und dem äußeren Gehörgang. Die Ohrmuschel sammelt wie ein Trichter alle anfallenden Geräusche und leitet sie über den Gehörgang ins Innere des Ohres. Die Gehörknöchelchen tragen die Laute an das Trommelfell weiter und es entstehen Schwingungen, die in das Innenohr dringen. Hier werden alle aufgenommen Geräusche über Nervenimpulse an den Hörnerv, die Gehörschnecke und weiter an das Hörzentrum des Gehirnes gesendet. Das Gehirn filtert den Mix aus Geräuschen und selektiert nach unwichtig und wichtig. Ein Hund misst demnach nicht jedem Geräusch die gleiche Bedeutung zu. Je nach Erfahrungen und Gewöhnung reagiert das Tier in der Regel ausschließlich auf für ihn wichtige erscheinende Klänge oder Rufe. Ein Hund hat ein vielfach besseres Hörvermögen als der Mensch und erfasst auch Frequenzen, die für uns gar nicht hörbar sind.

Veränderungen der Ohrmuschel und des äußeren Gehörganges, Kopfschütteln, Reiben und Kratzen, Schmerzäußerungen, sich am Kopf nicht mehr anfassen lassen, unangenehmer Geruch und Sekretspuren deuten auf Erkrankungen des Ohres hin. Besonders anfällig für Erkrankungen sind Hunde mit großen Hängeohren, die schnell verschmutzen und sich entzünden, aber aufgrund ihrer Anatomie auch anfällig für einen Parasitenbefall sind. Je nach Lokalisation der Ohrenbeschwerden kann zwischen Erkrankungen am Außen-, Mittel- und Innenohr unterschieden werden.

Ohrenerkrankungen bei Hunden

Otitis Externa

Symptome wie Juckreiz, kahle Stellen am äußeren Ohr und Kopfschütteln können Symptome verschiedener Erkrankungen sein. Häufige Ursache ist eine Entzündung des äußeren Ohres – die sogenannte Otitis Externa. Diese kann durch einen Befall mit Ohrmilben ausgelöst werden. Die Diagnose erfolgt über eine Ohruntersuchung beim Tierarzt mit einem Otoskop. Da die Milben sehr klein und hell sind, lässt sich meist nur der schwarze Milbenkot nachweisen, der jedoch ein sicheres Anzeichen für den Parasitenbefall ist.

Milben verursachen eine allergische Reaktion im Ohr und schon zwei bis drei Milben können eine Entzündung hervorrufen. Die Behandlung erfolgt über eine gründliche Reinigung der Ohren und anschließende Behandlung mit einem Insektizid, das in die Ohren geträufelt wird. Von der äußeren Form ist die „Otitis interna“ abzugrenzen. Hierbei handelt es sich um einen Infekt der inneren Ohrenstrukturen. Charakteristisch für diese Form ist ein eitriger Ausfluss des Ohres. Schwerwiegendere Entzündungen können die Nervenbahnen des Ohres angreifen und auch Nerven von Auge und Tränendrüse schädigen. Folge ist ein gestörter Tränenfluss, der mit behandelt werden muss.

Fremdkörper

Bei Schütteln des Kopfes und Jucken an den Ohren muss auch immer an einen Fremdkörper gedacht werden, der lange Zeit symptomlos bleiben kann. Es kann sich um winzige Grannen handeln, die ins Ohr eindringen und vom Tierarzt vorsichtig entfernt werden müssen.

Große und schwere Fremdkörper sind besonders störend für den Hund, so dass er in diesen Fällen meist seinen Kopf schief hält. Durch den Fremdkörper kann es im weiteren Verlauf zu Entzündungen kommen, die nach Entfernung des Störfaktors behandelt werden müssen.

Blutohr

Als Blutohr wird ein Hämatom in der Unterhaut des Ohres bezeichnet. Es kann an der Innen- oder Außenseite des Ohres vorkommen und wird in der Regel durch eine Quetschung oder ein stumpfes Trauma verursacht. Symptome eines Blutohres sind permanente Kopfschiefhaltung, Ohrschütteln und eine Fehlhaltung der Ohrmuschel. Im betroffenen Bereich wölbt sich die Haut vor, ist leicht schmerzhaft und warm. Bei Berührung ist eine flüssige Konsistenz der Schwellung zu fühlen.

Therapiert wird der Bluterguss in der Unterhaut durch einen kleinen Schnitt, wodurch das Blutgerinnsel abgelassen wird. Im Anschluss muss durch eine Naht und einen Verband die Haut gut auf den Knorpel fixiert werden, um ein erneutes Einbluten zu verhindern.

Tumoren

Am Rand des Ohres können sich Warzen oder kugelartige Geschwülste bilden. Bei rötlichen, haarlosen Wucherungen handelt es sich meist um gutartige Tumore, die keinerlei Behandlung nötig machen. Geschwülste, die verhornt sind oder eitriges Sekret absondern, deuten hingegen auf bösartige Tumore hin. Wichtig für die Therapie ist eine frühzeitige und vollständige Entfernung des Tumors.

Begleitend können neue Behandlungsmethoden wie die Licht- und Strahlentherapie die Erfolgsaussichten auf eine vollständige Heilung verbessern.

Das Ohr als Kommunikationsmittel

Neben Hör- und Gleichgewichtssinn stellen die Hundeohren ein wichtiges Kommunikationsmittel dar. Am Ohrenspiel erkennen Hunde untereinander die Stimmung ihres Gegenübers und können entscheiden, ob gerade Schmusekurs oder Abstand halten angeraten ist.

Genau wie mit ihren Artgenossen kommunizieren die Hunde auch mit ihrem Herrchen über die Ohren. Flach angelegte Ohren zeigen einem Zweibeiner sehr deutlich wie erwünscht er gerade ist, können aber auch ein Zeichen von Angst und Unsicherheit sein. Das Ohrenspiel ist deswegen immer zusammen mit der gesamten Körperhaltung und der momentanen Situation zu bewerten. Stehen die Lauscher interessiert nach vorne gerichtet, so signalisiert der Vierbeiner Aufmerksamkeit und Neugierde.

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