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Der Miniature Australian Shepherd
Miniature Australian Shepherd: Der Unterschied zum Australian Shepherd liegt allein in der Größe.

Der Miniature Australian Shepherd

Hunderassen
Date 08.03.2018

Der Miniature Australian Shepherd im Rasseportrait

Der in Deutschland noch wenig bekannte Miniature American Shepherd entstand nahezu parallel zum beliebten Australian Shepherd, dessen züchterischer Ursprung – anders als es sein Name vermuten lässt – in Nordamerika liegt. Dort war es u. a. die Aufgabe der arbeitsfreudigen Hunde, die als „Australian Sheep“ bezeichneten Merinoschafe zu hüten.

Im Laufe der Entwicklung der Australian Shepherds findet man immer wieder kleine (unter 45 cm) Hunde in Dokumenten oder auf Fotografien. Farmer bevorzugten eher größere Hunde für die Arbeit, doch gab es auch Anhänger der kleineren Australian Shepherds. 1968 sollen die „Minis“ von Doris Cordova in Kalifornien wiederentdeckt worden sein. Ihr wahrscheinlich berühmtester Hund Cordova’s Spike wurde an Bill und Sally Kennedy gegeben, um die Zuchtlinie weiterzuentwickeln. Zu dieser Zeit soll auch Chas Lasater mit dem Valhalla Kennel begonnen haben, Miniature Australian Shepherds zu züchten. Cordova, die Kennedys und Lasater gründeten gemeinsam den ersten Club für die Rasse.

Seit den 1980ern können Miniature Australian Shepherds beim National Stock Dog Register erfasst werden. Mit der Jahrtausendwende wurde es spannend, denn erst 2011 nahm der American Kennel Club (AKC) die Rasse unter dem Namen Miniature American Shepherd in seinen Foundation Stock Service auf. Der North American Miniature Australian Shepherd Club of the USA (NAMASCUSA) benannte sich in Miniature American Shepherd Club of the USA (MASCUSA) um, und wurde zum rassebetreuenden Verein im AKC. Der Miniature Australian Shepherd Club of America (MASCA) und einige weitere Vereine haben eine Namensänderung bisher nicht vollzogen. Dies ist u. a. der Grund, warum es aktuell „Mini Amis“ und „Mini Aussies“ gibt. Nachdem der Miniature American Shepherd seit 2015 in den USA sowie einigen anderen Ländern (z. B. Schweiz oder Frankreich) bereits als eigene Rasse eingetragen ist, befindet sich die Anerkennung in Deutschland noch in Vorbereitung. Erst 2017 hat der VDH dem Club für den Australian Shepherd Deutschland e.V. (CASD) die Betreuung der „Mini Amis“ in Deutschland übertragen. Mit diesem Beschluss hat die wahrscheinlich letzte Etappe auf dem Weg zur vollständigen nationalen und internationalen Anerkennung des Miniature American Shepherd begonnen, die bis 2020 auch von der FCI (Fédération Cynologique Internationale) vollzogen werden soll.

Bis das passiert, haben sich viele Züchter in Deutschland dazu entschieden, über den AKC in Amerika zu züchten. So werden die Daten der Welpen nach Amerika geschickt und die Registrierungen für die Hunde dort vorgenommen. Damit keine Blutlinien Engpässe entstehen, importieren deutsche „Mini Ami“-Züchter immer wieder Rüden und Hündinnen aus den USA oder europäischen Nachbarländern. Außer durch ihre geringere Größe unterscheiden sich Miniature American Shepherds optisch und charakterlich kaum vom Australian Shepherd. Auch die „Minis“ haben einen ausgewogenen Körperbau und kommen in ähnlich vielen Farbschlägen wie der „Aussie“ vor: Black, Blue Merle, Red, Red Merle. Alle Farbvarianten können weiße und/oder kupferfarbene Abzeichen besitzen.

Die Pflege des mittellangen, seidigen Fells ist nicht aufwendig. Gründliches Bürsten einmal pro Woche gehört zur Basis-Pflege. Der Miniature American Shepherd ist ein freundlicher und intelligenter Hund, der eine liebevolle und konsequente Bezugsperson benötigt. Er lernt schnell und eignet sich für diverse Hundesportarten, wie z. B. Agility, Obedience oder Hütearbeit.

Da diese Hunde auf Knopfdruck da sind, ist es wichtig ihnen ausreichend Ruhephasen zu gönnen und sie nicht zu überdrehen. Miniature American Shepherds fühlen sich bei aktiven Menschen wohl, die ihnen sportliche und geistige Abwechslung neben den täglichen Gassirunden bieten.

Als Hütehund steckt dem „Mini Ami“ teilweise eine natürliche Skepsis gegenüber neuen Menschen oder Erfahrungen in den Genen, daher ist eine gute Sozialisierung schon im Welpenalter wichtig. Wie bei Collies tritt auch bei dieser Rasse der MDR1-Defekt gehäuft auf, der eine Überempfindlichkeit gegenüber mehreren Arzneistoffen hervorruft. Weitere Erbkrankheiten, wie u. a. die Collie Eye Anomaly (CEA) und die Progressive Retinaatrophie (PRA) betreffen die Augen. Die Vererbung vieler Krankheiten lässt sich inzwischen durch Gentests gut ausgrenzen.

Es bleibt spannend, die Entwicklung dieser Hunde weiter zu verfolgen. Sicherlich werden noch ein paar Jahre ins Land gehen, bis der „Mini Ami“ endgültig auch in Deutschland angekommen ist.

Rassemerkmale Miniature Australian Shepherd

AKC-Klassifikation: Herding Group, Ursprungsland USA, Verwendung Hütehund
Widerristhöhe: Rüden 35-46 cm, Hündinnen 35-45 cm
Gewicht: ca. 10-20 kg


 

INTERVIEW – Manuela Haydn

Kleine Hunde, große Lebensfreude

Die erfolgreiche Distanzreiterin Manuela Haydn wohnt samt Mann, Sohn, Hunden und Pferden inmitten der schönen Oberpfalz. Vier Miniature American Shepherds bilden ihr aktuelles „Giant Groove“-Rudel, und sind die ständigen Begleiter der Familie. Warum „Mini Amis“ so angenehme Gefährten sind, verrät die Züchterin im Interview.

Wie haben Sie zum so genannten „Mini Ami“ gefunden?
Manuela Haydn: Meine Eltern hatten schon immer Hunde (Cocker Spaniel). Den ersten eigenen Vierbeiner habe ich von einer Arbeitskollegin übernommen, weil ihr Kind leider eine Allergie hatte. Billy war ein Mischling aus Spitz und Chow-Chow und wurde zwölf Jahre alt. Nach ihrem Tod hatte ich u. a. überlegt, einen Hund aus dem Tierheim aufzunehmen. Da ich meinen nächsten Vierbeiner gerne mit zum Reiten nehmen wollte, erzählte mir eine Freundin von den Miniature American Shepherds und nahm mich zu einer Zucht in der Nähe mit. Dort war noch eine Hündin abzugeben und diese hieß vom Züchter aus Billy.

Somit stand fest, dass dies mein neuer Hund war! Ich habe sie in Tammy umbenannt und war begeistert, wie schnell sie lernte. Für mich war das nach Billy eine echte Umstellung, aber auch ein Traum. Als Tammy ausgewachsen war und alle Untersuchungsergebnisse hatte, habe ich sie decken lassen. Ihren Wurf durften wir 2008 begrüßen. Der erste Welpe, der bei uns auf die Welt kam, war Red Hot Chilly Pepper, der später auch als Deckrüde meine Zucht bereichert hat.

Welche Hunde leben aktuell bei Ihnen?
Momentan ist das zum einen LeeLee. Sie ist acht Jahre alt, inzwischen kastriert und war mein erster Import aus den USA. LeeLee ist mein Seelenhund, sie ist äußerst unkompliziert und ein sehr ruhiger Vierbeiner, der draußen seine volle Lebensfreude entfaltet. Chaboo ist fünf Jahre alt und eine Tochter meiner LeeLee.

Chaboo gehört meinem Mann. Sie ist eine sportliche, lauffreudige Hündin, die einen ausgeglichenen Charakter und einen sehr guten Will-to-please (Willen zu gefallen) hat. Sie bestand ihre Begleithundeprüfung mit Bravour. Rev ist sechs Jahre jung und kommt aus den USA. Er ist der Hund von meinem Sohn und ein Traum von einem „Mini Ami“. Rev ist unheimlich ausgeglichen, er liebt jeden und wäre der ideale Therapiehund. Er wurde Champion in den USA, Frankreich und hat viele Shows in Deutschland gewonnen. Mai Tai ist ein Jahr alt und ebenfalls eine Tochter von LeeLee. Sie ist eine quirlige, sehr gelehrige Hündin, die noch in der Ausbildung steht und in 1-2 Jahren meine Zucht bereichern soll.

Welches Zuchtziel verfolgen Sie?
Ich züchte seit mittlerweile zehn Jahren und lege sehr großen Wert auf die Gesundheit, das rassetypische Aussehen und natürlich den Charakter der Hunde. Außerdem achte ich auf ein gutes, welpengerechtes Aufwachsen und liebevolle Familien für meine Babys. Bei uns ist immer höchstens einen Wurf im Jahr geplant, da meine Hündinnen alle insgesamt nur 3-4 Würfe in ihrem Leben haben. Meine Welpenkäufer sind vorwiegend freizeitorientierte Familien. Es kommen aber auch junge Leute, die einen sportlichen Partner suchen, oder ältere Menschen, die sich einen tollen Begleiter wünschen. Ich lege großen Wert auf den richtigen Platz für meine Hunde und versuche, den Leuten immer den passenden Vierbeiner anzuvertrauen.

Was sollte man über diese Rasse wissen?
„Mini Ami“ ist die geläufige Bezeichnung dieser Hunde, die Rasse selbst wurde 2015 in den USA als eigenständig anerkannt und heißt offiziell Miniature American Shepherd. Der „Mini Ami“ ist ein sehr intelligenter Hund, der leicht zu erziehen ist, wenn dies auch mit Konsequenz geschieht. Die erste Frage vieler Interessenten ist, ob diese Hunde wirklich so stark beschäftigt werden müssen, wie es weitläufig heißt. Dabei muss der Mini American Shepherd einfach auch Ruhe lernen. Dies sollte schon im Welpenalter passieren, dann gibt es später eigentlich keine großen Probleme.

Es muss auch nicht jeder Welpenkäufer mit dem Hundesport anfangen. Ich nehme meine Vierbeiner sehr gerne mit zum Reiten (Anm. Manuela Haydn ist mit ihrem Vollblutaraber Pastis u. a. ehemalige bayerische Vizemeisterin im Distanzreiten) oder auf lange Spaziergänge.

Wie sieht die Gesundheit und Ernährung eines Miniature American Shepherds aus?
Es gibt ein paar Augenerkrankungen und Gendefekte bei dieser Rasse, die inzwischen sehr gut mit den vorhandenen Gentests ausgemerzt werden können. Man muss die Stammbäume der Hunde entsprechend sorgfältig prüfen. Mein Wissen als Tierheilpraktikerin kommt mir bei meiner Zucht sehr entgegen. Wir entwurmen unsere Hunde und Welpen sehr vorsichtig. Auch die Ernährung ist ein wichtiger Punkt für das Gesunderhalten der Hunde. Ich BARFe meine Tiere, da dies die natürlichste Methode für den Hund ist. Für mich als Vegetarierin war das am Anfang nicht immer leicht, aber man gewöhnt sich daran. Unsere Hunde vertragen die Rohernährung sehr gut. Selbst die Welpen werden von Anfang an geBARFt, bekommen aber auch noch etwas hochwertiges Trockenfutter dazu. Das handhaben wir so, damit die Neubesitzer erst etwas mehr Sicherheit beim BARFen bekommen können. Wir versuchen, unseren kleinen „Amis“ den Start in ihrem neuen Zuhause so einfach wie möglich zu machen.

WEITERE INFOS
www.giant-groove-aussies.de

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