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Hund im Wasser

Sommer, Sonne, Hundestrand

Rauschende Wellen und endlose Dünen begeistern Zwei- und Vierbeiner gleichermaßen. Die besten Tipps für gemeinsame Ausflüge zu den schönsten Hundestränden Deutschlands.

 

Kilometerweit Fuß- und Pfotenabdrücke im Sand hinterlassen, Möwen beobachten und Schaumkronen jagen – das Gefühl von Freiheit ist an der See zu Hause. Doch in Begleitung eines Vierbeiners gibt es besondere Strandvorschriften zu beachten. Christian Rerop lebt mit seiner Familie in Schleswig-Holstein und besucht von dort aus regelmäßig die angrenzenden Küsten der Nord- und Ostsee. Als 2004 die Labrador-Hündin Annie einzog, richteten die Rerops ihren Kompass auf Hundestrände aus. „Wir lieben es, am Meer zu sein. Leider dürfen in der Sommersaison (meistens von April bis Oktober) an den meisten Stränden der Region keine Hunde mitgeführt werden. Es sei denn, diese sind als Hundestrände ausgewiesen. Ich habe mich also an den Computer gesetzt und angefangen zu recherchieren. Zu diesem Thema gab es eine Vielzahl von Seiten, leider überwiegend wenig informativ und umfänglich. Das brachte mich auf die Idee, eine Hundestrände-App fürs Smartphone anzubieten“, erklärt der norddeutsche Unternehmer. Seit 2011 ziert Labrador Annie das Logo von dog-apps.de, wo es inzwischen fünf unterschiedliche Apps für Hundehalter gibt. Allein in der kostenlosen, werbefreien Hundestrände-App sind aktuell mehr als 180 ausgewiesene Ziele an der deutschen Nord- sowie Ostsee verzeichnet, und auch Hundebadestellen im Inland dürfen nicht fehlen.

 

Hunde in der Düne

„In den Sommermonaten gestalten sich die meisten als Hundestrände ausgewiesenen Abschnitte leider als zu klein. Eine Ausnahme bildet diesbezüglich unter anderem St. Peter-Ording.“ Dort gibt es zwei offizielle Hundeauslaufgebiete, in denen Vierbeiner ohne Maulkorb und Leine auf einem nicht eingezäunten Bereich direkt am Strand frei herumlaufen dürfen. Eine der Flächen befindet sich mit ca. 23 ha in St. Peter-Bad, südlich der Seebrücke. Der zweite Abschnitt liegt mit ca. 16 ha in Ording-Nord, im Bereich Hungerhamm. „Allgemein tut sich etwas und auch an deutschen Stränden wird vermehrt an Vierbeiner gedacht. Hundeduschen sind dafür ein gutes Beispiel! Dass Hundehalter auch gerne mal einen Strandkorb mieten möchten, scheint aber noch nicht überall angekommen zu sein“, schmunzelt der Experte. Vergleiche hat Christian Rerop auch im Ausland gesammelt. „Während Hundestrände in den Niederlanden, Belgien und Frankreich mit denen in Deutschland vergleichbar sind, sieht es in Italien oder Spanien schon anders aus. Hier sind viele Abschnitte eingezäunt und mit Liegen, Sonnenschirmen, Trinknäpfen, Hundeduschen etc. ausgestattet. Hundetrainer, Hundepools oder Kioske mit Hundezubehör sind ebenfalls nicht ungewöhnlich. Natürlich gibt es diesen Service nicht gratis, der Zugang zum Hundestrand ist kostenpflichtig sowie mit unterschiedlichen Auflagen verbunden (z. B. Maulkorb, Impfausweis, Nachweis einer Tierhalterhaftpflichtversicherung).“

 

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Auch wenn Mensch und Hund am Meer die Seele baumeln lassen, gibt es ein paar Regeln zu beachten. Ansonsten drohen Bußgelder – damit ist nicht die allgegenwärtige Kurtaxe gemeint, die unterschiedlich hoch und teilweise auch für mitgeführte Hunde fällig ist. Wer sich nicht daran hält, kann des Strandes verwiesen werden. Die jeweiligen Vorschriften an ausgewiesenen Hundestränden/-badestellen werden meistens durch entsprechende Schilder öffentlich gemacht. Besonders in der Hauptsaison wird das Einhalten dieser Regeln durch die Ordnungsdienste kontrolliert. „Häufig kommt es erstmal zu einer Verwarnung und selten zu einem Bußgeld. Ich empfehle immer genügend Kotbeutel sowie eine kurze Leine mitzuführen, denn meistens zielen die Regeln genau darauf ab“, erklärt Christian Rerop. „Es gibt an der hiesigen Küste nur sehr wenige Hundestrände, an denen Vierbeiner ganzjährig ohne Leine laufen dürfen. Scharbeutz an der Ostsee ist ein positives Beispiel. Neben dem ausgewiesenen Strandabschnitt gibt es einen großen Hundewald im Hinterland. Eine wirklich gelungene Kombination! Saisonal bevorzuge ich für Strandausflüge mit Hund den Herbst – am besten direkt nach einem Sturm. Die Hunde finden Strandgut und die Sicht ist super. Im Frühjahr herrscht auch an einigen Strandbereichen (Naturschutzgebieten) Brut- und Setzzeit und damit gehört der Hund an die Leine. In den Sommerferien sind viele Hundestrände überfüllt. Allerdings gilt das auch für die Abschnitte, an denen sich nur Zweibeiner aufhalten dürfen.“

 

Aktuell wird Familie Rerop von Labrador-Hündin Lene sowie Rhodesian-Ridgeback-Berner-Sennen-Mix Mila an den Strand begleitet. „Zur Grundausstattung für die Vierbeiner gehören ein Zelt oder ein Sonnenschirm für ausreichend Schatten, Hundedecken, Handtücher, Kotbeutel, Leinen (inkl. Haken für den Boden), Wasserspielzeuge, ausreichend frisches Wasser inkl. Napf und bei längeren Aufenthalten auch kleine Mahlzeiten, denn die Seeluft macht hungrig.“ Grundsätzlich ist ein Bad im Salzwasser für die meisten Hunde kein Problem. Natürlich sollten sie am Ende des Strandausfluges mit klarem Wasser abgeduscht werden. Einige Vierbeiner neigen dazu, Salzwasser zu trinken, was bei übermäßigem Verzehr zu Durchfall und Erbrechen führen kann. Und noch andere Gefahren lauern am Strand. „Neben spitzen Steinen und Muscheln sind das größte Verletzungsrisiko die Hinterlassenschaften der Zweibeiner. Wir haben leider schon unschöne Erfahrungen mit Scherben im Sand machen müssen“, erklärt Christian Rerop. Generell sollte man seinen vierbeinigen Strandgefährten immer im Blick behalten, auch damit dieser nicht zu weit herausschwimmt oder andere Liegeplätze unsicher macht. Bei Hunden gibt es unterschiedliche Strandtypen: Die einen sind aus dem Wasser gar nicht mehr heraus, die anderen nicht hinein zu bekommen. Manche laufen mit dem Wind um die Wette, andere buddeln sich hingebungsvoll durch den Sand. Ein Tag am Meer verspricht maritime Glücksgefühle – bei jedem auf seine Weise!

 

Fünf Hundestrände an Nord- und Ostsee

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