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Die Deutsche Dogge im Rasseportrait

 

Die Deutsche Dogge

Mit ihrer beeindruckenden Erscheinung und langen Tradition erfreut sich diese Hunderasse einer weltweiten Beliebtheit. Dabei möchte die Deutsche Dogge gar nicht hoch hinaus, sondern am liebsten nur bei ihren Menschen sein.

 

Otto von Bismarck (1815–1898) zählt zu den bekanntesten Fans dieser großrahmigen Hunde, und besaß seit seiner Jugend mehrere Doggen. Besonders bekannt waren Sultan, der um Vertreter des Osmanischen Reichs nicht zu verstimmen, Sultl genannt wurde, und Tyras I. Letzterer begleitete Bismarck 1878 zum Berliner Kongress, wo die Dogge auf den russischen Außenminister Gortschakow losging und dessen Hose zerriss. Als Vorläufer der heutigen Deutschen Dogge gelten Bullenbeißer sowie Hatz- und Saurüden, die ein Mittelding zwischen starken Mastiffs und schnellen Windhunden waren. Unter dem Begriff einer Dogge verstand man zunächst einen großen, starken Hund, der keiner bestimmten Rasse angehörte. Später bezeichneten Namen wie Ulmer Dogge, Englische Dogge, Dänische Dogge, Hatzrüde, Saupacker und Große Dogge unterschiedliche Typen dieser Hunde, je nach Farbe und Größe. 1878 wurde in Berlin von einem Komitee, bestehend aus Züchtern und Richtern, unter dem Vorsitz des Zoologen Dr. Bodinus der Beschluss gefasst, alle obengenannten Varietäten unter dem Namen Deutsche Dogge zu erfassen. Damit war der züchterische Grundstein für eine eigenständige Hunderasse gelegt. 1880 wurde anlässlich einer Ausstellung in Berlin erstmals ein Standard für die Deutsche Dogge festgelegt, der seit 1888 vom Deutschen Doggen-Club 1888 e.V. betreut wird und im Laufe der Jahre wiederholt angepasst wurde. Seine heutige Formatierung entspricht den Vorgaben der Federation Cynologique Internationale (FCI).

 

Adel und Anhänglichkeit im XL-Format  

 

Deutsche Dogge Hündin

Die Deutsche Dogge vereint in ihrer Gesamterscheinung Stolz und Eleganz, und wirkt auf Betrachter wie eine edle Statue. Sie ist der Apoll unter den Hunderassen. Der große, kräftige Körperbau erscheint nahezu quadratisch. Ein „fein gemeißelter“ Hundekopf steht in Harmonie zur imposanten Erscheinung. Die Deutsche Dogge blickt freundlich und lebhaft aus mittelgroßen, mandelförmigen Augen. Diese sollen – ebenso wie der Nasenschwamm und die Lefzen – von möglichst dunkler Pigmentierung sein. Der beeindruckende Fang ist rechteckig, mit einem breiten Kiefer. Eingerahmt wird der Kopf von mittelgroßen, hoch angesetzten „Schlappohren“. Weiter geht es über den Widerrist, der mit mindestens 80 cm (Rüde), bzw. 72 cm (Hündin) der höchste Punkt des Körpers ist. Der gerade Rücken endet in einer bis zum Sprunggelenk reichenden Rute, die mit natürlichem Schwung herabhängt.

 

Starke Muskeln und Knochen prägen die Statur der Deutschen Dogge, die bei aller Kraft mit einem geschmeidig federnden Gang überrascht. Eleganz auf großem Niveau! Das Fell der sanften Riesen ist kurz, dicht und glatt anliegend. Die Deutsche Dogge wird in drei Varietäten gezüchtet: Gelb und Gestromt, Gefleckt und Schwarz sowie Blau. Leider bleibt die starke Erscheinung nicht von gesundheitlichen Schwächen verschont. Besonders durch ihre Größe neigen Deutsche Doggen zu bestimmten Erkrankungen. Dazu gehören vor allem die dilatative Cardiomyopathie (DCM, Herzmuskelerkrankung), Hüftgelenksdysplasie (HD) sowie Magendrehung. Die Gefahr degenerativer Knochenerkrankungen kann bei Doggen durch hochqualitative Fütterung bereits im Jugendalter vermindert werden. Besonders gilt es dabei auf ein passendes Kalzium-Phosphor-Verhältnis zu achten, das anhand einer individuellen Blutuntersuchung tierärztlich bestimmt werden sollte.

 

Wer eine Deutsche Dogge hat,

ist nie wieder alleine. Egal wo ihr Mensch ist,

die Dogge möchte immer bei ihm sein!


Die Deutsche Dogge ist vom Wesen her sehr freundlich und anhänglich gegenüber ihren Menschen, Fremden gegenüber darf sie zurückhaltend sein. Im Rassestandard gefordert wird ein selbstsicherer, leichtführiger, gelehriger Begleit- und Familienhund mit einer hohen Reizschwelle. Weltweit weiß man diese Eigenschaften zu schätzen: Die Deutsche Dogge ist u. a. der offizielle State Dog des US-Bundesstaats Pennsylvania.

 

Die sanften Riesen scheinen sich ihrer imposanten Erscheinung oft nicht bewusst zu sein, und sind ihren Menschen gegenüber sehr anschmiegsam und feinfühlig. Ihr sensibler Charakter macht die Deutsche Dogge zu keinem Anfängerhund – sie benötigt eine ebenso einfühlsame wie konsequente Bezugsperson. Durch das Erreichen einer enormen Kraft sollte mit der Erziehung unter fachkundiger Anleitung bereits im Welpenalter begonnen werden. Eine Dogge ist kooperativ, jedoch nicht unter Zwang, und immer nur „theoretisch“ angeleint.

 

Die großrahmigen Vierbeiner sind zwar wachsam, aber in der Regel nicht aggressiv, bellen wenig und fügen sich harmonisch in ihr Umfeld ein. Deutsche Doggen sind sehr kinderlieb und dadurch echte Familientiere. Doggen sind lernbegeistert und kooperativ. Dadurch eignen sie sich sowohl als feinfühlige Therapiehunde sowie für den kraftvollen Geländelauf, Obedience oder zum Fährtentraining. Als Begleithunde wissen sie besonders ausgedehnte Spaziergänge mit der ganzen Familie zu schätzen. Für die Zwingerhaltung sind Doggen aufgrund ihres anhänglichen Charakters ungeeignet. Manche der gutmütigen Riesen trauern bereits, wenn sie nur für kurze Zeit von ihrer Bezugsperson getrennt sind. Körperkontakt gehört bei Deutschen Doggen unbedingt mit dazu – sie werden nicht ohne Grund auch als die „größten Schoßhunde der Welt“ betitelt.

 

Deutsche Dogge WelpenRassemerkmale

FCI-Klassifikation: 235
Ursprungsland: Deutschland
Verwendung: Begleit-, Wach- und Schutzhund
Gruppe 2: Pinscher & Schnauzer, Molossoide, Schweizer Sennenhunde
Sektion 2.1: Molossoide, doggenartige Hunde
Ohne Arbeitsprüfung
 
Widerristhöhe: Rüden mind. 80 cm, Hündinnen mind.72 cm
Gewicht: ca. 50-95 kg
 
 

 

INTERVIEW – Carola & Stephan Hein

 

In idyllischer Lage am Schweriner See betreiben Carola & Stephan Hein seit 2011 erfolgreich ihre Zuchtstätte "Deutsche Doggen vom Gallentiner Ufer". Die imposanten Hunde sind beeindruckende Erscheinungen, sollten jedoch nicht als Statusobjekte betrachtet werden. Die Liebe zu ihren Menschen macht Deutsche Doggen zu wertvollen Familienmitgliedern.

 

 

Wie haben Sie diese Hunderasse für sich entdeckt?

Da ich aus dem Reitsport stamme, wollte ich ursprünglich einen Jack Russell Terrier. Stephan träumte von einer Deutschen Dogge, weil er schon als Kind fasziniert von der imposanten Erscheinung dieser Hunde war. Jahrelang haben wir versucht, den anderen von den Vorteilen der jeweiligen Rasse zu überzeugen. Ausschlaggebend war der Besuch bei einer Freundin, die sich eine junge, gefleckte Dogge angeschafft hatte. Die Hündin überzeugte durch ihr bezauberndes und agiles Wesen. Die Würfel waren gefallen und wir nahmen Kontakt zu Züchtern auf, informierten uns im Internet und lasen diverse Fachbücher. Von Anfang an war klar, dass wenn wir uns einen Rassehund anschaffen, dieser von einem VDH-Züchter kommen sollte. Da eine Dogge viel Platz benötigt, sollte der Vierbeiner außerdem erst einziehen, wenn wir ein eigenes Haus mit Garten haben würden. 2009 war es soweit, der Bungalow war fertig und unsere erste Dogge zog ein: die schwarze Hündin "Ira von der Insel Poel".
 
 
Welche Hunde gehören zu Ihren „Doggen vom Gallentiner Ufer“?

Unsere aktuelle Zuchthündin ist "Frida Margenis". Sie ist zwei Jahre jung, stammt aus Litauen und hat 2017 ihre Zuchtzulassung erhalten. Frida ist eine temperamentvolle, sehr menschenbezogene, elegante Hündin mit viel Ausstrahlung. Blümchen stammt aus unserem ersten Wurf und heißt eigentlich "Akazie vom Gallentiner Ufer". Sie ist nun 3 ½ Jahre alt und sportlich recht aktiv, z. B. auf Rally Obedience Turnieren. 2016 bestand sie ihre Begleithundeprüfung im DVG und belegte sogar den 1. Platz. Ihr Bruder "Asterix vom Gallentiner Ufer", der nur Schnitzel genannt wird, wohnt auch bei uns. Er bestand ebenfalls 2016 seine Begleithundeprüfung. Schnitzel war schon immer "anders" in seiner Art und seinem Lernverhalten. Es zeigte sich, dass er viel Freude an der therapeutischen Arbeit hat. Somit nahmen wir 2017 an einem Intensivseminar zum Therapiebegleithundeteam teil und bestanden die Prüfungen souverän. 
 
 
Welches Zuchtziel verfolgen Sie?

2014 erblickte unser A-Wurf das Licht der Welt. Es war eine unbeschreiblich schöne Zeit! Wir hoffen, 2018 wieder einen "bunten Haufen" am Gallentiner Ufer begrüßen zu dürfen. Allgemein versuchen wir, uns am Standard der Deutschen Dogge zu orientieren. Leider ist die allgemeine Lebenserwartung dieser Hunderasse nicht so hoch. Daher ist ein Zuchtziel von uns, diese positiv zu beeinflussen. Wir finden es wichtig, dass beide Elterntiere einen Herzultraschall gemacht haben und versuchen auch darauf zu achten, dass es keine Hypertypen (zu schwere oder zu leichte Doggen) werden. Bei unseren Hunden wünschen wir uns außerdem schöne, geschlossene Augen und eine gewisse Leistungsbereitschaft sowie Gelehrigkeit.
 
 
Zu welchen Menschen passt die Deutsche Dogge?

Generell ist die Deutsche Dogge für alle Menschen geeignet, die einen engen Freund suchen und ihren Hund gerne um sich haben. Da diese Rasse sehr großrahmig ist, sollte der Dogge genügend Platz geboten werden. Ebenerdiger Wohnraum ist von Vorteil, da zu viel Treppensteigen (besonders im Wachstum) schädlich für Knochen und Gelenke sein kann. Außerdem sollte man bedenken, dass Medikamente beim Tierarzt nach Gewicht des Tieres berechnet werden. So kann der Tierarztbesuch mit einer Deutschen Dogge gerne mal mehrere Hundert Euro kosten. Bei der Aufzucht sollte man sich bemühen, der Dogge einen guten Grundstein für ihr Leben zu geben. Da die Deutsche Dogge sehr schnell wächst und an Gewicht zunimmt, sollte man auf beste Fütterung, angepasste Bewegung und altersgerechte Umweltreize achten.
 
 
Wie gestaltet sich der Alltag mit dieser Hunderasse?

Auch wenn die Deutsche Dogge als sanfter Riese bekannt ist, sollte man auf eine gewisse Grunderziehung achten. Selbst der gutmütigste Hund muss erst lernen, dass er nicht an der Leine ziehen darf. Kleinere, liebevolle, konsequente Trainingseinheiten von Welpe an ermöglichen dies. Fachgerechte Anleitung mit Trainern, die Erfahrungen mit Doggen haben, können hilfreich sein. Wir genießen die Zeit mit unseren Hunden bei gemeinsamen Spaziergängen im Wald, übers Feld und natürlich am See. Im Sommer gehen wir gemeinsam schwimmen. Zudem haben wir mit unseren Doggen viel Spaß am Hundesport. Je nachdem, wofür sich unsere Hunde begeistern lassen, trainieren wir sie im Bereich Turnierhundesport, Geländelauf, Fährtenarbeit, Rally Obedience und Hoopers.
 
 
Wie ernähren Sie Ihre Doggen?

Wir ernähren unsere Döggelchen artgerecht. Das bedeutet für uns hauptsächlich frisches, rohes Fleisch. Ergänzt wird dieses mit Gemüse, Obst sowie unterschiedlichen Ölen. Wir sind seit einigen Jahren von dieser Fütterung überzeugt. Nicht nur, dass es uns Spaß bereitet, das Futter für unsere Hunde selbst zusammenzustellen und genau zu wissen, was sie fressen, besonders überzeugt uns die Vitalität und Lebensfreude durch diese Fütterung. 
 
 
TEXT & INTERVIEW Stefanie Ohl | FOTOS Carola & Stephan Hein
 
 
 
 
 
 

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