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Welpen-Zuwachs: Willkommen, kleiner Freund!

 

 

Ein Welpe zieht ein

Hundetrainerin Jana Rätke erklärt, wie man die Top 3 Herausforderungen als frischgebackener Welpenbesitzer erfolgreich meistert: Schlafmangel, Stubenreinheit und Spazierengehen.

 

Diese tapsigen Pfoten, die großen Kulleraugen – Welpen erobern unsere Herzen im Sturm! Jeder Hundebesitzer, der seinen Vierbeiner schon als Baby hatte, wird sich an diese besondere Zeit erinnern. Oft gehen dem Einzug eines Welpen Wochen intensiver Vorbereitung voraus. Die meisten Menschen lesen Ratgeber und kaufen eine sorgfältig ausgewählte Erstausstattung. Ist der Familienzuwachs endlich da, vergehen die ersten Tage wie im Glücksrausch. Die Kleinen sind zuckersüß, erkunden neugierig ihre Umgebung und entwickeln sich blitzschnell. Manchmal ziehen aber auch dunkle Wolken übers Paradies. Zum Beispiel in Folge von Schlafmangel nach unruhigen Nächten, oder wenn sich der Welpe ausgerechnet auf dem teuersten Teppich gelöst hat. Fragen wie „Schaffen wir das?“ oder  „Ist dieses Verhalten normal?“ stellen sich viele neue Hundehalter. Und zwar genau dann, wenn scheinbar einfache Dinge nicht klappen wollen.

 


Schlafmangel

 

Wenn der kleine Mitbewohner um vier Uhr in der Früh bereits ausgeschlafen hat und die gewonnene Zeit nutzt um einen Schuh zu zerkauen, hält sich die Begeisterung hundemüder Welpenbesitzer meist in Grenzen. Ihr Schützling sollte in den ersten Nächten im neuen Zuhause auf keinen Fall alleine schlafen. Seit seiner Geburt kennt der Welpe nur das Leben in Gesellschaft – seine Mutter und Geschwister waren immer bei ihm. Wenn man ihn nun plötzlich nachts alleine lässt, gleicht dies einer sozialen Isolation. Bei anfänglichem Heimweh wird dem Kleinen Ihre Nähe guttun. Sie möchten nicht, dass der Vierbeiner mit ins Schlafzimmer kommt? Dann bleiben Sie die erste Zeit bei Ihrem Welpen im Wohnzimmer. Machen Sie sich das Sofa gemütlich oder errichten Sie ein Reisebett. Eine Matratze auf den Boden zu legen wäre eher kontraproduktiv, da der kleine Vierbeiner dann bevorzugt auf seinem Menschen herumklettert. Und wenn Sie nachts aufwachen, weil der Hund unruhig wird oder gerade ein Möbelstück bearbeitet? Nehmen Sie Ihren Welpen direkt sanft auf den Arm und setzen Sie ihn zum Lösen in den Garten oder auf ein Rasenstück vor dem Haus. Sollte er sein Geschäft verrichten, loben Sie ihn ausgiebig. Leinen Sie Ihren Hund unbedingt an, wenn er zum Lösen nachts nach draußen gebracht wird! Generell sollte Ihr Welpe möglichst früh lernen, dass Menschen einen Tages- und Nachtrhythmus haben, an den er sich anpasst. Bieten Sie Ihrem Vierbeiner deshalb nachts keine Spiele an und vermeiden Sie helles Licht. Kommt der Welpe nicht zur Ruhe, hilft es oft schon, wenn Sie vom Bett aus Ihre Hand nach ihm ausstrecken und ihn ein wenig streicheln.

 

 

 

„Liebe, Geduld und Konsequenz sind die Basis

für ein erfolgreiches Welpen-Training!“

 

 

 

Stubenreinheit

 

Wer einen Welpen großzieht, wird niemals verhindern können, dass nicht doch mal ein Malheur im Haus passiert. Und genau als dies sollten Sie Pfützen oder Haufen in den heimischen vier Wänden auch betrachten. Vermuten Sie keine Protestaktion hinter dem Handeln Ihres Hundes. Löst sich der Welpe im Wohnzimmer, hat er es schlicht noch nicht anders gelernt. Damit der Vierbeiner sich bald ausschließlich draußen erleichtert, beachten Sie diese goldenen Regeln: Setzen Sie Ihren Hund nach jedem Schlafen, nach jedem Fressen, nach jedem Spielen und nach längeren Wachphasen konsequent direkt nach draußen.

Ganz wichtig: Leinen Sie Ihren Hund dazu an und tragen Sie ihn hinaus. So verhindern Sie, dass er sich schon auf dem Weg zur Haustür löst. Ein weiterer Vorteil der Leine ist die Begrenzung auf einen bestimmten Radius, damit der Welpe versteht, dass jetzt keine Spielzeit ist. Hilfreich ist es außerdem, zunächst immer die gleiche Lösestelle im Garten oder auf dem Grünstreifen vor dem Haus zu wählen. Sie würden Ihren Welpen gerne nachts zum Lösen raussetzen, hören ihn jedoch nicht, wenn er unruhig wird? Dann stellen Sie sich am besten zweimal in der Nacht einen Wecker. So ist die Chance eine Wachphase des Hundes abzupassen sehr groß und Sie können ihn sofort hinaustragen. Nach wenigen Tagen weiß man durch dieses Training in etwa, zu welcher Zeit der Kleine sich nachts lösen muss.

 

Spazierengehen

 

Das Verweigern von Spaziergängen ist ein häufiges Problem zwischen einem Welpen und seiner neuen Familie. Springt der Kleine im eigenen Garten noch fröhlich herum, werden beim Verlassen von Haus und Hof die Pfoten fest in die Erde gestemmt. Alles Locken mit Leckerlis und gutes Zureden hilft nichts oder bringt nur kurzfristigen Erfolg.


Wenn das neue Familienmitglied die Unternehmung mit dem Menschen verweigert, empfinden manche dieses Verhalten als Protesthaltung oder gar Angriff auf die eigenen Führungsqualitäten. Der Grund warum das Hundebaby nicht mitgeht ist jedoch so einfach wie plausibel: Nach so kurzer Zeit hat der Hund noch keine gefestigte Beziehung zu seinen Menschen. Der kleine Vierbeiner weiß noch nicht, dass er sich auf sein neues Rudel verlassen kann. Er kann nicht ahnen, dass auf dem Spaziergang keine Gefahren lauern, beziehungsweise sein Mensch diese umsichtig von ihm fernhält. Ihre Aufgabe ist es daher, dem Welpen zunächst in der heimischen Umgebung Ihre Fähigkeiten als kompetenter Sozialpartner zu beweisen.


Erkunden Sie mit ihm zusammen das Haus, beziehungsweise die Wohnung und den Garten. Verteilen Sie zum Beispiel auf dem Rasen eine Handvoll Leckerlis, zeigen Sie auf die Stelle und animieren Ihren Hund genau dort nach etwas Tollem zu suchen. Findet der Welpe die Futterstücke, wird er begeistert sein und weiter freudig mit Ihnen den Garten erobern. Gemeinsame Erfolge sind optimale vertrauensbildende Maßnahmen. Achten Sie dabei stets auf die Sicherheit Ihres Schützlings. Während der ersten Monate seines Lebens wird Sie Ihr kleiner Racker ordentlich auf Trab halten. Ich empfehle das Führen eines Glücks-Tagebuchs. Notieren Sie darin, wenn der Vierbeiner Sie zum Lachen gebracht, neue Dinge verstanden oder zum ersten Mal erlebt hat. In stressigen Phasen tut es gut zu lesen, was der junge Hund schon alles gelernt hat und welche kleinen Problemchen längst hinter einem liegen. Was außerdem immer hilft: Den Welpen knuddeln und seinen wohligen Duft einatmen – schon zeigt sich der Alltag als Hundebesitzer wieder von seiner besten Seite!

 

 

 

Hundetrainerin Jana Rädke verrät, wie es mit dem Welpen klappt!

 

 

 

 

 

 

 

Jana Rätke ist zertifizierte Hundetrainerin.
Mit „Der Lieblingshund” bietet sie in
Niedersachsen individuelles Training für
Mensch und Hund an. Außerdem arbeitet
sie als freiberufliche Buchautorin. Ihr aktueller
Ratgeber „Abenteuer Welpe“ (Kynos Verlag)
greift typische Themen auf, die alle
Welpenbesitzer kennen, und empfiehlt
anhand von Fallbeispielen praktische
Lösungen.

 

 

 

WEITERE INFORMATIONEN

www.der-lieblingshund.de

 

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