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Knochen & Knorpel im BARF Lexikon

BARF Lexikon: Knochen & Knorpel – der natürliche Kauspaß beim BARFen

 

Eine kleine Knabberei muss keine Sünde sein. Die Varianten und Vorteile artgerechter Kauartikel erklärt der sechste Teil des TACKENBERG BARF-Lexikons.


Rohe Leckereien mit Knochen und Knorpeln haben als reine Naturprodukte weder künstliche Geschmacksverstärker noch Konservierungsstoffe nötig. Vielmehr sind die köstlichen Snacks wahre Gesundheitshelfer für Hunde und Katzen. Neben der Versorgung mit wertvollen Nährstoffen, befriedigt das ausgiebige Knabbern den natürlichen Kautrieb unserer Vierbeiner und unterstützt auf diese Weise den Stressabbau. Außerdem fördert eine intensive Beschäftigung mit natürlichen Kauartikeln die Zahngesundheit, indem mögliche Beläge gelöst werden. Für die schonende Pflege von Innen eignen sich Produkte mit Fell, die durch ihre kleinen Härchen den Magen-Darm-Trakt reinigen. Mit unterschiedlichen Sorten und Strukturen profitieren auch Welpen, Senioren oder Allergiker von dem gesunden Genuss. Wau, ist das ein Kau!

 

Knochen – Klassische Calciumlieferanten


Wenn man beim BARFen von Knochen spricht, meint man generell keine blanken Knochen, sondern solche samt dem anliegenden Fleisch. Eine Kombination, die – je nach Sorte – reich an unterschiedlichen Mineralstoffen, Spurenelementen, Vitaminen und allgemein fettarm ist. Hühnerhälse besitzen zum Beispiel mit bis zu 1.500 mg/100 g einen eher geringen Calciumgehalt, den Rinderknochen mit bis zu 4.000 mg/100 g überbieten. Knochen sollten grundsätzlich ungekocht, in nicht zu großen Mengen und stets unter Aufsicht gefüttert werden.

 

 

Knorpel – Kollagenreiches Kauvergnügen


Knorpel sind allgemein weicher als Knochen, fordern Hunde und Katzen beim Kauen aber nicht weniger heraus. Zum Beispiel als Gelenkköpfe tragender Knochen, fleischiger Blattknorpel, bissfester Ochsenschwanz oder Karkasse vom Geflügel gibt es Knorpel in unterschiedlichen Varianten und Nährstoffprofilen. Generell enthält Knorpel weniger Calcium als klassischer Knochen, dafür aber umso mehr Kollagen. Das Protein ist essentiell für eine gesunde Funktion des Bindegewebes, der Gelenke, Bänder, Sehnen sowie Schichten der Haut.

 

 

Mark – Die goldene Mitte


Das im Inneren des Knochens enthaltene Mark ist für viele Hunde eine echte Delikatesse, die sich genüsslich herausschlecken lässt und den Vierbeiner mit wertvollen Nährstoffen versorgt. Mark ist besonders reich an Calcium, das u. a. einen gesunden Knochenbau unterstützt. Beim BARFen gibt man z. B. klassische, runde Markknochen (bitte bei der Größe darauf achten, dass der Hund nicht mit seinem Kiefer darin stecken bleiben kann) oder Markflöten, die längs aufgesägt sind, damit der Vierbeiner unkompliziert an den Inhalt gelangt.

 

 

Sehnen – Bissfestes Bindegewebe


Unterschiedliche Sorten und Varianten, zum Beispiel von der Nacken- bis zur Achillessehne, versprechen ein intensives Kauvergnügen. Sehnen bestehen überwiegend aus Bindegewebe, sind proteinreich und fettarm. Roh gefüttert eignen sie sich u. a., um den natürlichen Kautrieb des Hundes zu bedienen sowie die Kiefermuskulatur zu trainieren, die Durchblutung des Zahnfleisches anzuregen und die natürliche Reinigung des Gebisses zu unterstützen. Übergewichtige Vierbeiner dürfen diesen kalorienarmen Snack unbeschwert genießen.

 

 

Fleisch Satter Genuss


Reichhaltige Knochen mit viel Fleischanteil sind eine willkommene Mahlzeit für jeden Hund. Ob als aromatische Fleischknochen vom Reh und Hirsch, oder köstliches Ossobuco vom Kalb. Fein marmoriertes Fleisch, calciumreicher Knochen sowie das enthaltene Mark bilden einen nahrhaften BARF-Snack, an dem Hunde lange zu arbeiten haben. Befindet sich ausreichend Fleisch am Knochen, dürfen auch Welpen mit ihren Milchzähnchen erste Knabber-Erfahrungen sammeln, und vierbeinige Senioren können ebenfalls entspannt das saftige Fleisch nagen.

 


Fisch – Meer Nährstoffe


Bei maritimen Kauartikeln können selbst wählerische Katzen nicht widerstehen. Knochenerfahrene Vierbeiner lieben es, wenn ganze Lachsköpfe oder fangfrische Sardinen im Napf landen. Speisefisch bereichert die BARF-Ernährung als geschmackvolle und gesunde Abwechslung, die mit essentiellen Fettsäuren u. a. ausgewogene Blutfettwerte beim Vierbeiner fördert. Darüber hinaus enthält der natürliche Snack aus dem Meer Jod und Selen. Durch den insgesamt hohen Nährstoffgehalt ist die Gabe von Fisch ein- bis zweimal pro Woche ausreichend.

 

 

Horn & Haar –  Pflegende  Mineralien


Die wilden Verwandten unserer Vierbeiner verspeisen ihre Beute sprichwörtlich „mit Haut und Haar“ – aus gutem Grund: Während der Verdauung reinigen feine Härchen auf schonende Weise den Magen-Darm-Trakt des Hundes und sollen sogar wie eine natürliche Wurmkur wirken. Mit dem Horn der Klaue, des Hufes oder Geweihs spendieren Sie Ihrem Hund außerdem eine Zahnreinigung de luxe, die den Vierbeiner u. a. mit ergänzenden Mineralstoffen versorgt. Leckeres Fleisch und calciumhaltige Knochen komplettieren den authentischen BARF-Snack.

 

 

Im Ganzen – Natur pur


Echte Naturburschen machen keine halben Sachen: Zum Beispiel komplette Eintagsküken werden mit Federn, Schnabel und Co. von Hunden oder Katzen verspeist. Auch mit ganzen Wachteln landet der charakteristische Geschmack von Geflügel im Napf. Ein geringer Fettgehalt, eher weiche Knochen und ausgewogene Ballaststoffe sind allgemein leicht verdaulich. Darüber hinaus liefert das Geflügel u. a. wertvolles Protein. An Eintagsküken dürfen sich bereits Welpen und Kitten versuchen, jedoch – wie bei allen Knochenprodukten – stets unter Aufsicht.

 

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