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Rohfleisch im BARF Lexikon

BARF Lexikon: Rohfleisch – Das Herz eines jeden Barfers

 

Rohes Fleisch & Innereien – die Grundlage der artgerechten Ernährung: Die wichtigsten Komponenten beim Barfen sind natürlich Fleisch, Innereien, fleischige Knochen und Knorpel – der sogenannte tierische Anteil. Bei Hunden macht er etwa 80 % der Gesamtfuttermenge beim Barfen aus. Katzen sind reine Karnivoren (Fleischfresser) und können ausschließlich tierische Proteine zur Energiegewinnung nutzen. Deshalb ist wiederum der bedeutendste Faktor dieses tierischen Anteils das Fleisch an sich – auch häufig als „Muskelfleisch“ bezeichnet.

 

Tierisches Eiweiß und Fette können sehr schnell und vor allem effizient verdaut werden. Deshalb werden Eiweiße stets benötigt: für alle Körperfunktionen und um Gewebe aufzubauen sowie zu erhalten. Da beim Rohfüttern der wichtigste Energielieferant für unsere Hunde die Fette sind (auch als Lipide bezeichnet), darf neben magerem Fleisch gerne Fleisch mit einem ordentlichen Fettanteil von bis zu 25 % verfüttert werden. Die Fette werden im Organismus des Hundes mithilfe von Sauerstoff verbrannt und so in Energie umgewandelt. Wird auf längere Sicht zu viel mageres Fleisch gefüttert, kann das durchaus zu Mangelerscheinungen führen. Also gilt wie immer: Die Mischung macht’s. Alle Fleischsorten können beispielsweise gewolft (also ganz fein zerkleinert), in kleinen Brocken, in großen Brocken oder auch am Stück verfüttert werden.

 

 

BARF Rindfleisch als Frostfleisch, RinderherzBARF Rindfleisch

 

Das Fleisch vom Rind ist das wohl beliebteste bei Hund und Katze. Es ist ein idealer Eiweißlieferant und enthält lebenswichtige Fettsäuren, Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente, wie z.B. einen hohen Gehalt an Zink und es gibt es in verschiedensten Ausführungen – von ganz mager bis ganz fett. Gulaschstückchen oder Tartar sind sehr mager und bekömmlich und eignen sich gut für empfindliche Fellnasen. Kronfleisch, wie das Zwerchfell von Rind und Kalb bezeichnet wird, ist ebenfalls sehr bekömmlich und eignet sich gut zur Ernährung von älteren Tieren oder Welpen. Wenn der Vierbeiner es etwas deftiger mag, dann ist Maulfleisch eine kernige und sehr nahrhafte Alternative. Wer sein Tier etwas aufpäppeln will, der ist mit der gelegentlichen Gabe von fettreichem Euterfleisch gut beraten. Auch das Kalbfleisch sei hier noch erwähnt. Es ist ein mageres und leicht bekömmliches Fleisch, das sich gut für empfindliche Mägen eignet.

 

 

BARF Pferdefleisch, PremiumBARF Pferdefleisch

 

Das Fleisch vom Pferd ist äußerst fettarm und eine tolle Alternative zu den klassischen BARF Frostfleisch-Sorten. Es ist ist höchst verträglich, reich an Eisen, Natrium, Magnesium, Kalium und Calcium. Da viele Hunde und Katzen in der Regel noch nie Pferdefleisch zu fressen bekommen haben, eignet es sich sehr gut für eine Ausschlussdiät bei einer Futtermittelunverträglichkeit. Pferdefleisch enthält wenig Cholesterin und Harnsäure.

 

 

 

 

BARF GeflügelfleischBARF Geflügelfleisch

 

Zum Geflügelfleisch zählt das Fleisch von Huhn, Pute, Truthahn sowie Ente, Gans und Strauß. Das Fleisch vom Geflügel ist im Allgemeinen reich an essentiellen Fettsäuren. Der Gehalt an Vitamin C und Vitaminen der B-Gruppe, sowie Magnesium, Eisen, Phosphor, Calcium, Kalium und Natrium ist dabei relativ hoch. Hühner-, Puten-, oder Truthahnfleisch eignen sich deshalb wunderbar für BARF-Anfänger, da es leichtverdaulich und gut bekömmlich ist und gerne angenommen wird. Hier finden Sie eine Auswahl geeigneter BARF Produkte vom Geflügel:

 

 

BARF LammfleischBARF Lammfleisch

 

Das Fleisch vom Lamm enthält besondere Fette und ist hoch verdaulich. Es beinhaltet gesunde Vitamine wie Vitamin A, B-Vitamine sowie Vitamin C. Auch der hohe Anteil an wertvollen Mineralstoffen wie Kalium, Eisen, Kalzium und Natrium zeichnet das Fleisch aus. Durch die spezielle Konsistenz des Lammfettes ist es sehr verdaulich und empfiehlt sich für empfindliche Hunde- und Katzenmägen sowie für eine Ausschlussdiät bei Futtermittelunverträglichkeiten und Allergikern. Ideal für alle Vierbeiner jeden Alters – ob Welpe, erwachsenes Tier oder Senior!

 

 

BARF WildfleischBARF Wildfleisch

 

Feinstes Wildfleisch, bissfest und hocharomatisch. Wildfleisch ist reich an Mineralstoffen wie Eisen, Zink, Kalzium und Phosphor und den B-Komplex-Vitaminen. Es hat einen hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren und wenige gesättigte Fettsäuren. Es eignet sich hervorragend für eine Ausschlussdiät oder zur Fütterung von empfindlichen Tieren und Allergikern. Ein gesundes Fleisch mit einem geringen Cholesterinanteil.

 

Das Kaninchenfleisch eignet sich hervorragend für Diäten Ihres Vierbeiners. Es enthält wenig Cholesterin, ist fettarm und versorgt Hund und Katze mit essentiellen Fettsäuren. Da das Fleisch sehr mager ist, eignet es sich hervorragend für übergewichtige Hunde und Katzen. Kaninchen können auch im Ganzen verfüttert werden. In diesem Fall jedoch bitte vorher die Därme entfernen (lassen). Das empfehlen wir jedoch keinem BARF-Einsteiger. Übrigens: Das Verfüttern ganzer „Beutetiere“ prägt den Jagdtrieb nicht aus, ebenso wenig wie das Verfüttern von rohem Fleisch.

 

Das Fleisch vom Rentier ist sehr mager und äußerst bekömmlich. Es enthält zahlreiche wertvolle Vitamine und Mineralstoffe wie den Vitaminen A und E und B-Komplex-Vitaminen sowie Eisen und Selen. Es ist sehr zart und hat einen hohen Antteil wertvoller Proteine – ideal zum Abnehmen oder für Hund und Katze mit einem empfindlichen Magen. Das Rentierfett ist dem Fischfett sehr ähnlich und genauso gesund.

 

 

BARF Exotenfleisch wie Strauß, Känguru und LamaBARF Exotenfleisch

 

Das Fleisch vom Känguru ist ein ganz besonderer Leckerbissen. Es hat einen natürlich hohen Protein- und äußerst niedrigen Fettgehalt – ein besonders saftiges Fleisch für alle Vierbeiner jeden Alters. Gut geeignet zur Durchführung einer Ausschlussdiät bei einer Futtermittelunverträglichkeit sowie für Allergiker. Kängurufleisch enthält eine hohe Konzentration an sogenannten konjugierten Linolsäuren (CLA), denen nachgesagt wird krebshemmend und diabetesmindernd zu sein.

 

Das Kamelfleisch schmeckt fast wie Rindfleisch – aber eben nur fast. Nicht allein deshalb wird es sehr gut angenommen und eignet sich bestens vom Welpen bis zum Senior. Das Kamelfleisch hat einen natürlich hohen Proteingehalt und sehr geringen Fettanteil, wehsalb es äußerst bekömmlich ist und als hypoallergen gilt. Das bedeutet, dass es wenige bis keine Allergene enthält. Somit ist es besonders geeignet für Hunde mit einem sensiblen Magen oder bereits von Allergien betroffenen Tieren. Auch für eine Ausschlussdiät ist es eine gute Proteingrundlage. Kamelfleisch ist reich an Eiweiß und enthält viele Mineralstoffe und B-Vitamine.

 

Das Fleisch von der Antilope ist besonders fettarm, sehr zart wie cholesterinarm und besonders für Hunde mit einem sensiblen Magen geeignet. Der Geschmack des feinfasrigen Fleisches gleicht dem des Dammwilds. Das Fleisch selbst eignet sich besonders für allergisch reagierende oder übergewichtige Vierbeiner. Es ist besonders reich an Eiweiß und gesunden Nährstoffen.

 

 

BARF Fisch & MeeresfrüchteBARF Fisch & Meeresfrüchte

 

Fisch sorgt für Abwechslung im Futternapf Ihrer Hunde und Katzen. Reich an Omega-3-Fettsäuren, Jod, Selen, Eisen, Magnesium, Kalium und Phosphor und nicht zuletzt an Vitaminen des Vitamin-B-Komplexes, sowie Vitamin A und D überzeugt es einfach jeden Vierbeiner. Die optimale Alternative für eine abwechslungsreiche Ernährung! Ganz nebenbei stärkt Fisch das Immunsystem und wirkt unterstützend bei Hautproblemen oder Allergien. Ideal für Hunde und Katzen jeder Altersklasse!

 

 

 

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BARF Mythen

Die 10 hartnäckigsten BARF-Mythen

Beim BARFen bestimmt der Hunde- und Katzenhalter selbst, was in den Napf seines Lieblings kommt, und bereitet ihm so gesunde, naturbelassene und artgerechte Mahlzeiten, ganz nach den individuellen Bedürfnissen seines Tieres.

Doch trotz der offensichtlichen Vorteile des BARFens ranken sich um die natürliche Fütterungsweise von Hund und Katze viele Mythen und haarsträubende Vorurteile, mit denen aufgeräumt werden sollte. Woher die einzelnen Mythen rund um das Thema BARF herkommen, kann wohl niemand mehr vollständig nachvollziehen. Fakt ist jedoch: Die meisten halten sich hartnäckig. Und das zu unrecht. Nachdem wir bereits vor geraumer Zeit einige BARF-Mythen aufgegriffen und widerlegt haben, räumen wir nun mit den 10 gravierendsten BARF-Mythen auf. Denn Fakt ist auch: Mit BARFen können Sie Ihrem Vierbeiner viel Gutes tun, wie zum Beispiel weniger Unverträglichkeiten und Allergien, eine besser funktionierende Verdauung, Stärkung des Immunsystems oder schönes und glänzenderes Fell, um nur einige Beispiele zu nennen. Deshalb: Lassen Sie uns starten und mit den BARF-Mythen aufräumen.


Mythos 1: BARFen ist eine Modeerscheinung

Oft wird BARFen als neuer Trend dargestellt – doch das Gegenteil ist der Fall. Denn BARFen bedeutet, seinen Hund wie vor tausenden von Jahren artgerecht und naturbelassen zu füttern. Die Futtermittelindustrie bringt immer speziellere Produkte für Hunde mit sich. Diese laufen jedoch der natürlichen Ernährung von Hund und Katze oftmals zuwider und bedienen eher „moderne Bedürfnisse“ des Herrchens statt des Vierbeiners. Denn wieso braucht der Hund immer speziellere Menüs, je nach Rasse, Alter, Geschlecht und Fellfarbe? BARF hingegen hat eine lange Geschichte, während industrielle Futtermittel erst Ende der 60er-Jahre des letzten Jahrhunderts aufkamen. Für welche Art der Rohfütterung Sie sich entscheiden, ist von den individuellen Bedürfnissen Ihres Vierbeiners, seiner Vorgeschichte, der Akzeptanz und körperlichen Fitness abhängig. Mit BARF kann hier ganz individuell auf das Tier eingegangen werden, und der Halter von Hund und Katze weiß jederzeit, was wirklich im Napf landet. Es ist also genau deswegen nicht Mythos, sondern ganz klar Fakt, was neben der Artgerechtheit und Naturbelassenheit immer mehr Hunde- und Katzenbesitzer von BARF überzeugt, und das völlig zu Recht.

 

Mythos 2: BARFen ist kompliziert

Um das perfekte BARF-Menü zusammenzustellen, muss man mindestens einen Doktortitel haben, so lautet zumindest eines der üblichen Argumente der BARF-Gegner. Dabei ist BARFen gar nicht so kompliziert, wie es oft dargestellt wird, und kann mit nur wenig Grundlagenwissen über Hund nd Katze sowie deren Ernährung problemlos umgesetzt werden. Als Inspiration und zur Beruhigung fürs eigene Gefühl können zu Beginn servierfertige BARF-Menüs gewählt werden, die nach und nach individuell ausweiten können. So wissen Frauchen und Hund wie Katze, was schmeckt und was bekommt.

 

Mythos 3: BARF ist sehr teuer

So lautet die Pauschalaussage. Doch: Was ist teuer? Es kommt darauf an, womit der Kostenaufwand der Ernährung um BARF verglichen wird. Wird zum Beispiel ein preiswertes Trockenfutter zum Vergleich herangezogen, dann mag es sein, das BARF teurer erscheint. Aber das ist zu oberflächlich betrachtet. Denn ein preiswertes Trockenfutter enthält kaum Fleisch und besteht häufig zum Großteil aus Getreide. Hinzu kommt, dass meisten nicht angegeben ist, woraus der tierische Anteil besteht – ob aus hochwertigem oder minderwertigem Eiweiß. Bei Dosenfutter gibt es dem Trockenfutter ähnliche (sehr getreidelastige) Varianten, aber durchaus auch gute Alternativen. Aufgepasst: Achten Sie auf die Herstellerhinweise, wie viel Ihr Hund von dem Dosenfutter zur Sättigung benötigt. Denn meist benötigt Ihr Vierbeiner von Dosenfutter eine größere Menge als bei einer vergleichbaren BARF-Ration. Und: Bei sehr hochwertigem Dosenfutter gibt es preislich nach oben schier keine Grenzen. Somit bewegen Sie sich als BARFer finanziell gesehen im Mittelfeld – darüber hinaus wissen Sie genau, was im Napf Ihres Lieblings landet! Und es ist wichtig zu wissen, dass Ihr Hund gut ernährt wird und es ihm dabei gut geht.

 

Mythos 4: BARF-Fütterung bedingt Nährstoffmangel

Immer wieder werden von verschiedenen Seiten Stimmen laut, die vor der Fütterung durch BARF warnen, da hierbei die tatsächlichen Nährstoffbedarfe eines Hundes nicht korrekt eingehalten werden könnten und somit beträchtliche Nährstoffmängel schon fast zwangsläufig auftreten müssten. Als Beispiele werden unter anderem eine Unterversorgung mit beispielsweise wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen angesprochen. Oft unklar bleibt dabei, welche Bedarfswerte zur Beurteilung hergenommen wurden und was genau „nicht ausgeglichen“ bedeutet. Nochmal kurz zur Definition: Die Biologisch Artgerechte Rohe Fütterung, bei der Hundebesitzer ihre Vierbeiner mit rohen und frischen Zutaten versorgen, lehnt sich an die Ernährung der in freier Wildbahn lebenden Wölfe an. Das heißt, zu einer artgerechten Rohfütterung gehören nicht nur (Muskel-) Fleisch, sondern auch Pansen und Blättermagen, Innereien, Knochen und Knorpel, Haut, Haare, Gemüse, Obst, Öle, Kräuter, Eier, Nüsse und natürliche Nahrungsergänzungen. BARF bedeutet NICHT, dass Hund und Katze täglich nur mit Schlachtabfällen gefüttert werden. Sie als BARFer können die Vielfalt innerhalb der Ernährung mit all ihren Komponenten bewusst nutzen, entdecken und ausprobieren. Wenn Sie sich einfach mit diesem Thema auseinandersetzen, können Sie Hund und Katze wunderbar ausgewogen mit BARF ernähren.
 

Mythos 5: BARFen macht den Hund krank

Immer wieder werden im Zusammenhang mit BARF mögliche Infektionen des Hundes genannt – zum Beispiel mit Salmonellen. Diese „fiesen“ Bakterien vermehren sich rasch bei Zimmertemperatur und können auch in Lebensmitteln, die monatelang tiefgefroren waren, überleben. Sie werden nur durch eine vollständige Erhitzung wie Backen, Kochen oder Grillen abgetötet. Hauptursachen für die Vermehrung von Salmonellen sind eine unsaubere Verarbeitung und warme Lagerung des Fleisches, die wir selbst durch unsere eigene Produktion ausschließen können. Für den Hund sind diese Bakterien jedoch absolut ungefährlich, da er durch seinen hohen Gehalt an Salzsäure im Magen ausgezeichnet geschützt ist. Trotzdem sollte natürlich immer auf eine saubere Verarbeitung und Lagerung des Fleisches aus Nutzersicht geachtet werden, um eine Verbreitung von Salmonellen auszuschließen. Panikmache ist in diesem Zusammenhang jedoch unbegründet. Eine Gefahr bei der Verfütterung von rohem Fleisch liegt in einer möglichen Infektion mit dem Aujeszky’schen Virus durch Schweinefleisch. Deutschland ist seit 2003 jedoch frei von der Aujeszky’schen Krankheit.

 

Mythos 6:  BARFen macht Hunde aggressiv

Einer der hartnäckigsten BARF-Mythen ist sicherlich, dass Hunde durch die Gabe von rohem Fleisch und rohen Knochen aggressiv werden und das Jagdverhalten geweckt wird. Doch nur weil Sie Ihren Hund mit den hochwertigen Eiweißen von rohem Fleisch und Innereien füttern, wird er deshalb natürlich nicht andere Tiere oder sogar Menschen angreifen. Rohes Fleisch macht Hunde nicht aggressiv, das Gegenteil ist der Fall. Eine Fütterung mit industriellem Hundefutter, das häufig auf Getreide basiert, kann zur Entstehung von Aggressionen führen, da zum Beispiel substanzielle Aminosäuren im Futter fehlen. Füttern Sie hingegen natürlich und ausgewogen durch BARF, können Aggressionen sogar verringert werden.

 

Mythos 7: BARFen ist gefährlich

Vor allem beim Thema Knochen schrillen bei vielen Hundehaltern schnell die Alarmglocken – doch auch hier gilt: Die Wahl des Knochens macht’s. So sind Knochen im rohen Zustand nicht gefährlich, da sie nicht splittern können. Gegarte Hühnerknochen beispielsweise gehören nicht in den Hundenapf. Je nach Hund und Rasse sollte zudem die richtige Größe gewählt werden: Und schon stellen Knochen nicht nur eine tolle Calcium-Ergänzung und Kaubeschäftigung dar, sondern sind auch noch gänzlich ungefährlich!

 

Mythos 8: BARF geht auch ohne Gemüse & Obst

BARF für Hunde funktioniert nicht ohne Obst und Gemüse, denn diese Zutaten gehören beim BARFen unbedingt zu der ausgewogenen Ernährung Ihres Hundes dazu. Der „Zweck“ von Obst & Gemüse ist es, dem Hund, neben dem Fleisch, Innereien und Knochen, weitere wichtige Vitamine, Mineralien, Enzyme, Kohlenhydrate und Ballaststoffe zu liefern. Ca. 10-20 Prozent der täglichen BARF-Ration sollte aus Gemüse und / oder Obst bestehen. Der pflanzliche Teil der Ration muss vorbehandelt werden, damit Ihr Hund die dort enthaltenen wichtigen Nährstoffe auch verarbeiten kann. Das heißt, dass Gemüse (dazu gehört auch Salat) und Obst zum einen püriert oder gekocht werden müssen bevor Sie es Ihrem Hund zu Fressen geben. Zum anderen können Sie zum Pürieren Öl hinzugeben, damit die fettlöslichen Vitamine vom Hundeorganismus besser aufgenommen werden. Je nach Größe der Gemüse- oder Obstration genügt ein Tee- beziehungsweise Esslöffel Pflanzenöl. Gut eignen sich Leinöl oder Rapsöl. Katzen hingegen sind reine Fleischfresser und können gut und gerne auf Obst und Gemüse verzichten.

 

Mythos 9: BARF geht auch vegetarisch oder vegan

Immer mehr Menschen ernähren sich aus den verschiedensten Gründen vegetarisch oder vegan. Diesen Lebensstil möchten Sie auch für ihren Hund oder ihre Katze einrichten: Doch ist es möglich, Hunde oder Katzen vegetarisch oder vegan zu ernähren? Die klare Antwort lautet: Nein! Hunde wie auch Katzen sind Fleischfresser (Carnivoren) und sollten niemals fleischlos ernährt werden. Sollten Sie sich selbst vegetarisch oder vegan ernähren und Ihnen ist das direkte Handling mit rohem Fleisch unangenehm, greifen Sie doch auf unsere BARF-Menüs zurück, wie z. B. auf das BARF-Menü vom Rind mit feinem Gemüse oder BARF-Menü vom Lamm mit Fenchel & Zucchini, und ernähren Ihren Hund wie von der Natur vorgesehen.

 

Mythos 10: Vom BARFen wird der Hund nicht satt

Die Behauptung, dass Hunde und Katzen vom BARFen nicht satt werden, da die Kohlenhydrate fehlen, kommt ebenfalls immer wieder auf. Also: Muss ein Hund ständig Hunger leiden, wenn keine Kohlenhydrate (etwa in Form von Getreide) gegeben werden? Nein! Denn erstens gehört Getreide nicht zum alltäglichen Speiseplan eines Hundes und zweitens reichen die gegebenen Gemüse- und Obstrationen völlig aus, um den geringen Kohlenhydratbedarf eines Hundes zu decken. Getreide sättigt zwar schnell, macht aber auch dick und kann zu Allergien, Blähungen und Durchfall führen. Für ihren Energiestoffwechsel benötigen Hunde keine Kohlenhydrate, sondern vor allem Fette und Eiweiße.

 

 

Wenn Sie Ihren Hund barfen möchten, setzen Sie sich einfach etwas mit diesem Thema auseinander. Sie werden sehen, Ihren Hund oder Ihre Katze zu barfen ist kein Hexenwerk und lohnt sich! Wenn Sie Fragen haben, wenden Sie sich gern an uns, wir beraten Sie kostenlos rund um die individuelle Ernährung Ihres Vierbeiners!

 

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TACKENBERG - Barfen im Winter

 

Barfen im Winter – Was braucht mein Hund in der kalten Jahreszeit?

 

Es ist kalt geworden, die Tage sind kurz und es regnet und schneit – der Winter hat uns voll im Griff. Vielleicht geht es Ihnen auch so: Sie haben im Winter einfach das Gefühl mehr essen zu wollen und so etwas „Winterspeck“ zuzulegen. Zum einen, um mehr Energie zu haben, um sich besser vor Nässe und Kälte abschirmen zu können. Zum anderen um sich die dunklen Tage mit einem kleinen „Mehr“ an gutem Essen zu verschönern.

 

Und wie sieht das bei unseren Hunden aus?

Hunde wollen immer mehr

Dass Hunde grundsätzlich immer mehr Futter haben möchten, ist nicht weiter ungewöhnlich. Das entspricht einer ganz normalen Verhaltensweise von Hunden und liegt daran, dass Hunde kein Sättigungsgefühl kennen. Die meisten würden fressen, bis sie sich übergeben. Das sollten wir natürlich nicht zulassen. Aber benötigen unsere Vierbeiner wirklich ein „Mehr“ an Futter in der kalten Jahreszeit? In dem Sie Ihren Hund barfen haben Sie schon einen großen Vorteil in Sachen gesunder Tiernahrung. Und wie sieht das Ganze im Winter aus? Lassen Sie uns die Fütterung und die Nährstoffe für den Hund in der kalten Jahreszeit etwas genauer ansehen.

 

Welche Aufgabe hat Ihr Hund bei Ihnen?

Zunächst werfen wir einen kurzen Blick darauf, welche verschiedenen Aufgaben ein Hund in unserer Gesellschaft haben kann. Im Allgemeinen sind unsere Vierbeiner reine Haushunde. Somit liegt auch die körperliche Betätigung eher im Normalbereich, d.h. zwei bis drei Spaziergänge täglich. Dann gibt es noch die Sportler unter den Hunden, die regelmäßig Agility betreiben oder ein anderes energiezehrendes Hobby haben. Und es gibt diejenigen, die beispielsweise beim Trailing, zur Jagd oder als Schlittenhunde eingesetzt werden. Sie werden mitunter im Rudel im Freien gehalten, also meist in einem Auslauf mit einer schützenden Hütte. Somit sind sie den Witterungsbedingungen, Kälte und Schnee ausgesetzt. Jetzt werden Sie sich sicherlich schon denken, dass es bei diesen verschiedenen sportlichen und haltungsbedingten Abstufungen auch verschiedene Bedürfnisse gibt.

 

Die verschiedenen Hundefutter

Im Allgemeinen wird davon ausgegangen, dass Hunde der ersten Kategorie, also die der reinen Haushunde, grundsätzlich keine zusätzlichen Nährstoffbedürfnisse im Winter haben. Hunde, die als Leistungssportler unterwegs sind, können durchaus einen erhöhten Bedarf an Nährstoffen haben. In der Regel kommen jedoch auch sie mit der normalen Portion, die sie das ganze Jahr über bekommen, gut zurecht. Allerdings: Hiermit sind diejenigen Hunde gemeint, die mit Alleinfuttermitteln, also hochwertigem Hundefutter als Nassfutter, gefüttert werden, wie zum Beispiel mit den Tackenberg Dosen Menüs wie Rentier und Rind mit Steckrüben & Fenchel oder Lamm mit Kartoffel & Spinat als gesunde Tiernahrung. Hunde, die zum Trailing, zur Jagd oder als Schlittenhunde eingesetzt und / oder sogar im Freien gehalten werden, haben in den kalten Wintermonaten einen erhöhten Energie- und Nährstoffbedarf. Bis zu einem Drittel mehr an Futter benötigen diese Tiere um ihren erhöhten Bedarf in dieser Zeit optimal zu decken.

 

BARF im Winter: Füttern Sie etwas mehr Vitamine und Nährstoffe

 

Bei gebarften Hunden wird im Allgemeinen empfohlen, die Zufuhr der Vitamine und Nährstoffe während der kalten Wintermonate etwas zu erhöhen. Das gilt sowohl für diejenigen, die als Haushunde mit normaler Auslastung bei uns wohnen, wie auch für die Sportler unter den Hunden. Etwas anders verhält es sich bei den Hunden, die beispielsweise beim Trailing, zur Jagd oder als Schlittenhunde eingesetzt werden. Sie benötigen im Winter sowohl bei der Fütterung mit Alleinfuttermitteln als auch beim Barfen, nicht nur eine erhöhte Nährstoffmenge, sondern auch eine bis zu einem Drittel erhöhte Energiemenge, um die erhöhten Bedarfe auszugleichen. Hier sollte durchaus auf Fleisch mit einem hohen Fettgehalt zurückgegriffen werden.

 

Auf welche Nährstoffe kommt es an?

Wer das ganze Jahr über ausgewogen füttert, versorgt seinen Hund optimal mit allen benötigten Nährstoffen. Die empfohlene Erhöhung der Nährstoffe im Winter bezieht sich vor allem auf die Gabe von Vitaminen und Spurenelementen, ungesättigten Fettsäuren und Aminosäuren, um einen eventuell erhöhten Bedarf zu decken. Wichtig hierbei ist, die jeweilige Dosis nur leicht zu erhöhen, das heißt um ca. 5 – 15%, um nicht im Gegenzug eine Überversorgung zu provozieren. Denn eine solche Nährstoff-Überversorgung kann zu Stoffwechselstörungen führen. Insbesondere die fettlöslichen Vitamine A, D und E werden in der Leber angelagert.

 

Vitamine und Spurenelemente

Das Immunsystem braucht mehr Vitamine, wie zum Beispiel das Vitamin C. Es ist nicht nur wichtig für das Abwehrsystem, sondern auch für die für die Aktivierung und Regulierung des Stoffwechsels. Sie können Bio-Hagebutenschalen oder auch Bio-Wildheidelbeeren zufüttern, ansonsten ist Vitamin C unter anderem in Leber oder Brokkoli enthalten. Das Vitamin A unterstützt das Wachstum von Knochen und Zähnen und erhält Haut und Schleimhäute. Es ist unter anderem enthalten in Lebertran und Eiern. Vitamin E ist ein wichtiges Antioxidans, das heißt, es schützt Zellen vor Angriffen der sogenannten freien Radikale. Es ist enthalten in Walnüssen oder Fenchel. Auch Spurenelemente spielen beim Stoffwechsel eine große Rolle als sogenannte Coenzyme. Eine fein dosierte Zufütterung von Mineralienpulver kann Ihnen Sicherheit geben, dass Ihrem Hund keine wichtigen Mineralien und Spurenelemente fehlen.

 

Ungesättigte Fettsäuren und Aminosäuren

 

Auch ungesättigte Fettsäuren (wie die mehrfach ungesättigten Fettsäuren Omega 3 und Omega 6) dienen dem Stoffwechsel und unterstützen zum Beispiel die Zellteilung. Sie sind enthalten in Fisch und Fischöl (z.B. Fisch-Nachtkerzenöl) sowie in Raps-, Lein- und Distelöl. Wichtige Aminosäuren bekommt Ihr Hund durch die Gabe einer ausgewogenen Eiweißration. Aminosäuren unterstützen das Immunsystem und helfen beim Aufbau von Muskelmasse. Hat ein Hund eine große Muskelmasse, kann er die Wärme im Körper besser speichern und trotzt so der Kälte. Enthalten sind Aminosäuren vor allem in Rind- und Lammfleisch, Eiern, Walnüssen und auch in Haferflocken.

 

Beobachten Sie Ihren Hund – wie verhält er sich?

 

Bei einem abwechslungsreich und mit hochwertiger und gesunder Tiernahrung gefütterten Vierbeiner, haben Sie ein gleichbleibendes rasse-, und geschlechtsspezifisches Gewicht, einen ein- bis zweimaligen festen Kotabsatz täglich, glänzendes Fell, feste Krallen und einen aktiven und agilen Hund an Ihrer Seite. Sollten Sie unsicher sein, halten Sie bitte Rücksprache mit einem Tierarzt oder fragen Sie einfach uns! Wir beraten Sie in allen Ernährungsfragen rund um den Hund und die Katze.

 

 

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TEXT Ihres Dürrschmidt // FOTO Fotolia

 

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